UNO warnt vor Gewaltspirale in Afrika
Aktualisiert

UNO warnt vor Gewaltspirale in Afrika

Nach dem Massaker an Flüchtlingen in Burundi hat der Chef der UNO-Friedenseinsätze, Jean-Marie Guehenno, vor einer «Spirale der Gewalt» in Zentralafrika gewarnt.

Er appellieren an alle Akteure, grösstmögliche Zurückhaltung zu üben.

Die Konfliktparteien sollten alles tun, um die Situation zu entspannen, erklärte Guehenno am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York. Zuvor hatte er den UNO-Sicherheitsrat über die Lage in der Region informiert.

Im Lager Gatumba in Burundi, in dem überwiegend Flüchtlinge der Tutsi-Volksgruppe Banyamulenge aus dem Kongo lebten, waren am vergangenen Freitagabend etwa 160 Menschen auf grausame Weise getötet worden. Zu dem Übergriff bekannten sich burundische Hutu- Rebellen der FNL.

In den seit 1993 andauernden Kämpfen zwischen Hutu-Rebellen und den von Tutsi dominierten Regierungstruppen in Burundi wurden bislang etwa 300 000 Menschen getötet.

(sda)

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