UNO will Taylors Kopf
Aktualisiert

UNO will Taylors Kopf

Der vor knapp zwei Jahren gestürzte Präsident von Liberia, Charles Taylor, könnte jetzt auf Druck der UNO zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Sicherheitsrat verhandle über eine Resolution, die Nigeria zur Übergabe Taylors zwingen würde.

Taylor wird von einem internationalen Gericht in Sierra Leone der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Er befindet sich im Asyl in Nigeria.

Das Gericht beschuldigt Taylor, von Nigeria aus terroristische Aktivitäten in der Region zu koordinieren und den Regierungsumsturz in Guinea zu planen.

Chefankläger David Crane bezeichnete Taylor in New York als «Bedrohung für die internationale Sicherheit». Nigeria hat bisher alle Auslieferungsgesuche abgelehnt.

Derweil kann Taylor von Nigeria aus in alle Welt verreisen und über seine Mittelsmänner Geschäfte in Afrika und dem Nahen Osten betreiben.

Der Präsident des Gerichtshofs, Emmanuel Olayinka Ayoola, informierte den Sicherheitsrat am Dienstagabend über Fortschritte der Arbeit. Demnach befinden sich neun der elf Angeklagten in Gewahrsam. Nur Taylor und der Führer der militärischen Einheiten AFRC, Johnny Paul Koroma, seien weiterhin flüchtig. (sda)

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