«Schockierend»: Uno wirft syrischen Rebellen Gräueltaten vor
Aktualisiert

«Schockierend»Uno wirft syrischen Rebellen Gräueltaten vor

Die Aufständischen in Syrien sollen mindestens 30 gefangene Soldaten exekutiert haben. Das haben laut der Uno-Menschenrechtskommissarin Video-Analysen ergeben.

von
kmo
Die Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay macht den syrischen Rebellen nach dem Vorfall in Chan al-Asal bei Aleppo schwere Vorwürfe.

Die Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay macht den syrischen Rebellen nach dem Vorfall in Chan al-Asal bei Aleppo schwere Vorwürfe.

UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay hat die Rebellen in Syrien beschuldigt, mindestens 30 gefangene Regierungssoldaten erschossen zu haben. Die Angaben beruhten auf Analysen ihrer Experten und Video-Aufzeichnungen, sagte Pillay am Freitag in Genf.

Demnach sollen die Aufständischen die Soldaten des Machthabers Baschar al-Assad nach der Einnahme der nordsyrischen Ortschaft Chan al-Asal im Vormonat praktisch exekutiert haben. Pillay bezeichnete den Vorfall als «zutiefst schockierend» und verlangte eine Untersuchung.

Eine Aufständischen-Gruppe mit dem Namen «Unterstützer des Islamischen Kalifats» hatte nach der Einnahme von Chan al-Asal ein Video ins Internet gestellt, auf dem die Leichen von rund 30 jungen Männern zu sehen waren.

Video ins Internet gestellt

Die Gruppe hatte in dem Video von «Regime-Milizionären» gesprochen. Dem Namen nach dürfte die betreffende Rebellentruppe dem islamistisch-dschihadistischen Segment des syrischen Widerstands gegen das Assad-Regime angehören.

Die Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London hatten nach den Kämpfen um Chan al-Asal berichtet, dass rund 100 Regierungssoldaten bei den Kampfhandlungen getötet und rund 50 weitere nach ihrer Gefangennahme erschossen worden seien. Völkerrechtlich stellt die Erschiessung von gefangen genommenen Kombattanten ein Kriegsverbrechen dar.

Die Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London hatten nach den Kämpfen um Chan al-Asal berichtet, dass rund 100 Regierungssoldaten bei den Kampfhandlungen getötet und rund 50 weitere nach ihrer Gefangennahme erschossen worden seien. Völkerrechtlich stellt die Erschiessung von gefangen genommenen Kombattanten ein Kriegsverbrechen dar.

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