Unruheprovinz Anbar: Drei US-Soldaten getötet
Aktualisiert

Unruheprovinz Anbar: Drei US-Soldaten getötet

Bei einem Militäreinsatz in der zentralirakischen Provinz Anbar sind drei US-Soldaten getötet worden.

Zwei US-Marineinfanteristen seien bei dem Einsatz zur «Sicherung und Stabilisierung» am Montag getötet worden, teilte die US-Armee am Dienstag in Bagdad mit. Ein dritter Soldat sei wenig später seinen Verletzungen erlegen.

Binnen einer Woche kamen damit in der Provinz zehn US-Soldaten bei verschiedenen Einsätzen ums Leben. In der Provinz Anbar liegt die sunnitische Widerstandshochburg Falludscha. Die USA vermuten dort Verstecke von Anhängern des weltweit als Terrorist gesuchten Jordaniers Abu Mussab el Sarkawi.

Die Zahl der Toten beim US-Luftangriff auf mutmassliche Verstecke von Sarkawi-Anhängern in Falludscha stieg unterdessen auf 12. Es handelte sich um die erste grössere Militäraktion der multinationalen Streitkräfte seit der Machtübergabe am 28. Juni.

Bericht über iranischen Bombenleger

In Bagdad ertappte die irakische Polizei angeblich zwei Offiziere des iranischen Geheimdienstes, als sie einen Sprengsatz am Strassenrand anbringen wollten. Das sagte ein Beamter des Innenministeriums der irakischen Zeitung «Al-Sabah Al-Jadid».

Die beiden Männer seien festgenommen worden, erklärte Hikmat Suleiman. In der nordirakischen Stadt Mossul habe die Polizei ausserdem eine «Gruppe von irakischen und iranischen Terroristen festgenommen, die Anschläge auf mehrere staatliche Einrichtungen geplant hatten».

Der Aussenminister der irakischen Übergangsregierung, Hoschiar Sibari, hatte am Wochenende Syrien und Iran beschuldigt, sie unterstützten Aufständische im Irak. Der Vorwurf wird von beiden Staaten bestritten.

(sda)

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