Erste Touristen auf der Insel: «Uns blieb nur noch Mallorca übrig»
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Erste Touristen auf der Insel«Uns blieb nur noch Mallorca übrig»

Die ersten Touristen mit Tui-Fliegern aus Deutschland sind am Sonntag auf Mallorca eingetroffen. Für manche ist der Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel eher eine Notlösung.

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Deutsche Touristen bei der Ankunft am Flughafen in Palma de Mallorca.

Deutsche Touristen bei der Ankunft am Flughafen in Palma de Mallorca.

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Die Busse, die die Reisenden in die Hotels bringen, stehen schon bereit.

Die Busse, die die Reisenden in die Hotels bringen, stehen schon bereit.

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Eine Anzeigetafel am Flughafen von Palma de Mallorca zeigt ankommende Flüge an, darunter solche aus Hamburg, Düsseldorf, Köln und Frankfurt.

Eine Anzeigetafel am Flughafen von Palma de Mallorca zeigt ankommende Flüge an, darunter solche aus Hamburg, Düsseldorf, Köln und Frankfurt.

Clara Margais/dpa

Darum gehts

  • Seit die Rückreisebestimmungen gelockert wurden, fliegen viele Deutsche auf die Balearen.

  • Manche von ihnen hätten allerdings lieber im eigenen Land Ferien gemacht.

  • Gelage wie am berüchtigten Ballermann sind derzeit allerdings nicht möglich.

«Wir hätten lieber Urlaub auf Norderney gemacht. Das dürfen wir aber nicht. Da blieb nur noch Mallorca übrig», sagte ein Ehepaar der Deutschen Presse-Agentur bei der Ankunft am Flughafen Son Sant Joan. «Wir hoffen, dass es ruhig wird. Es ist der erste Urlaub seit vergangenem März. Wir arbeiten in der Pflege und wollen einfach mal den Kopf freibekommen.»

Zum ersten Mal auf Mallorca ist eine Familie mit zwei kleinen Kindern. Es sei eher Zufall gewesen, dass sie ausgerechnet in der ersten Maschine sassen. Die Familie will in Magaluf Urlaub machen, was eigentlich als britische Party-Hochburg bekannt ist. «Aber die Engländer dürfen ja noch nicht kommen», wissen die Eltern.

Am Sonntag erwartete Tui-Balearen-Chef Ian Livesey knapp 1100 Urlauber aus Deutschland, die mit sieben Flügen kommen. Der Brite steht mit sechs Reisebussen vor dem Flughafenterminal. «Einige haben nur den Flug gebucht. Den Rest bringen wir hauptsächlich an die Playa de Palma und in den Robinson Club Cala Serena», sagt Livesey. Dort kommt auch eine Sportlerin aus Deutschland unter. «Ich will fünf Tage trainieren. Schwimmen kann ich in der Heimat nicht», sagt die Triathletin, die ihren Namen nicht nennen möchte.

Kein Ballermann-Feeling möglich

Marcel und Giuseppe, zwei Freunde aus Dortmund, finden, dass es sich schon etwas komisch anfühle, jetzt auf Mallorca zu sein. Sie wollen in Cala Ratjada entspannen. «Hauptsächlich dem Corona-Stress in Deutschland entkommen, wo schon der nächste Lockdown droht», sagen sie. Beide sind eigentlich klassische Ballermann-Urlauber, die dieses Jahr aber auf die grosse Party verzichten müssen. Alle Restaurants und Bars müssen ab 17 Uhr schliessen. «Wir haben zum Glück im Hotel eine Bar, die nachts noch offen ist», sagen die beiden.

Bei der Einreise auf Mallorca ist ein negativer PCR-Test nötig. Dieser wird sowohl beim Check-in vor dem Abflug als auch bei der Ankunft kontrolliert. Die Corona-Zahlen liegen derzeit niedrig, steigen aber nach Wochen des Rückgangs gerade wieder ganz leicht an. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Infektionen pro 100’000 Einwohner in sieben Tagen, liegt aktuell bei etwa 20.

(DPA/trx)

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