Nati-Trainer Berliat: «Uns hat die nötige Energie gefehlt»
Aktualisiert

Nati-Trainer Berliat«Uns hat die nötige Energie gefehlt»

Zum ersten Mal seit 2004 hat die Schweizer Unihockey-Nati eine WM-Medaille verpasst. Nationaltrainer René Berliat zieht mit Ausnahme der letzten Partie trotzdem ein positives Fazit.

Zufrieden trotz verpasster WM-Medaille: Unihockey-Nationaltrainer René Berliat. (Bild: Keystone)

Zufrieden trotz verpasster WM-Medaille: Unihockey-Nationaltrainer René Berliat. (Bild: Keystone)

René Berliat, die Schweizer Nati verpasste erstmals seit 2004 eine Medaille. Wieso hat es im Spiel um Bronze nicht zum Sieg gegen Tschechien gereicht?

Wahrscheinlich hat uns in der Tat etwas die nötige Energie gefehlt, von der wir sehr viel in den Halbfinal gegen Schweden investiert haben. Vor zwei Jahren ist uns der Turnaround nach der bitteren Halbfinal-Niederlage gelungen, dieses Mal leider nicht. Ich hatte das Gefühl, Tschechien fixierte sich von Anfang an mehr auf das Spiel um Rang 3 statt auf den Halbfinal. Und deshalb waren sie nun wohl etwas besser bereit als wir.

Die Erholungszeit zwischen dem Halbfinal und dem Bronze-Spiel betrug nur 16 Stunden und war deshalb sehr kurz. Gab es nebst der fehlenden Energie noch etwas, was fehlte?

Wir dürften uns solch kapitale Fehler in der Mittelzone nicht leisten, die zu zwei der ersten drei Gegentreffern führten. Und auch im Abschluss vergaben wir zu viele gute Chancen. Deshalb verloren wir bereits den Halbfinal gegen Schweden.

Wie fällt ihr WM-Fazit aus?

Wir haben eine sehr souveräne Vorrunde gespielt. Das sind manchmal trotz der klaren Ausgangslage nicht so einfache Spiele. Vor allem das Startspiel gegen Lettland war sehr schwierig. Wir haben diese Aufgaben jedoch viel seriöser gelöst als an den letzten WM- Turnieren. Im Halbfinal haben wir eines der besten Länderspiele einer Schweizer Nationalmannschaft überhaupt gezeigt. Bis dahin fällt mein Fazit sehr positiv aus. Aber es ist klar, im Spiel um Rang 3 brachten wir nicht das, was wir können und uns vor allem auch erhofft hatten.

(si)

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