Aktualisiert 07.04.2011 20:26

Lausanne/Merrit IslandUnser Mann im Kosmos

«Freude herrscht!» Mit diesen Worten grüsste Bundesrat Adolf Ogi im Sommer 1992 den bis heute einzigen Schweizer im All – Claude Nicollier.

von
Fee Riebeling

Vier Mal flog der Romand in den Weltraum. Und jedes Mal zeigte sich: Die menschliche Arbeitskraft ist im All nicht zu ersetzen.

■ Nicollier sollte 1992 auf seiner ersten Reise in den Weltraum an Bord der Atlantis die Forschungsplattform Eureka aussetzen und den Fessel­satelliten TSS erproben. Zwar liess sich die Plattform lösen, aber der TSS blockierte bereits nach 243 Metern und nicht, wie geplant, nach 20 Kilometern. Die Crew gab den teuren Satelliten jedoch nicht verloren und schaffte es, ihn wieder einzuholen.

■ An Bord der Endeavour flog Nicollier 1993 erneut ins All – diesmal als Service-Experte. Denn das Weltraumteleskop Hubble funktionierte drei Jahre nach dem Aussetzen nicht mehr richtig und musste repariert werden. Der Schweizer manövrierte seine Kollegen auf einem Roboterarm präzis an die jeweiligen Arbeitsplätze ausserhalb des Shuttles.

■ Mit dem Flug der Columbia im Jahr 1996 sollte erneut der Fesselsatellit TSS erprobt und die Gewinnung von Elektrizität getestet werden. Aber zunächst musste die Crew schwerwiegende Computerprobleme manuell lösen.

■ Im Jahr 1999 bewährte sich Nicollier erneut als Hubble-Experte. Er verliess dafür die Discovery und unternahm seinen ersten Weltraumausstieg, um neue Instrumente zu installieren.

«Wissen»

in 20 Minuten wird unterstützt durch die GEBERT RÜF STIFTUNG und die Stiftung Mercator Schweiz.

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