20 Minuten hilft : «Unser Onlineshop hat gegen die grossen Player kaum eine Chance»
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20 Minuten hilft «Unser Onlineshop hat gegen die grossen Player kaum eine Chance»

Die Solidaritätsaktion von 20 Minuten geht in die zweite Runde: Von der Pandemie betroffene Kleinunternehmerinnen und -unternehmer erzählen, wie schwierig es ist, auf Onlinehandel umzusteigen. Wir unterstützen die Läden im Lockdown.

von
Raphael Knecht
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«Obwohl man gerade jetzt mit Spielwaren und Brettspielen zuhause eine tolle Zeit haben könnte, dürfen wir nicht öffnen. Unser Onlineshop hat gegen die grossen Player kaum eine Chance.» spieletempel.ch
Matthias Walker, Spielwarengeschäft in Naters VS

«Obwohl man gerade jetzt mit Spielwaren und Brettspielen zuhause eine tolle Zeit haben könnte, dürfen wir nicht öffnen. Unser Onlineshop hat gegen die grossen Player kaum eine Chance.» spieletempel.ch

Privat
«Als alleinstehende Kleinstunternehmerin sind zwei Lockdowns fast nicht zu stemmen. Einen Onlineshop kann ich mir nicht leisten. Aber ich probier auf meiner Homepage per Click & Collect etwas zu verkaufen.» kreativhome.net
Beatrice Tschupp, Wohn-Boutique

«Als alleinstehende Kleinstunternehmerin sind zwei Lockdowns fast nicht zu stemmen. Einen Onlineshop kann ich mir nicht leisten. Aber ich probier auf meiner Homepage per Click & Collect etwas zu verkaufen.» kreativhome.net

Privat
«Meine Kundinnen schätzen die persönliche Beratung, und dass ich vor allem Einzelstücke führe. Zwar konnte ich ein paar Stammkundinnen via E-Mail einige Kleidungsstücke verkaufen, aber das ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein.» madamered.ch
Ayse Turhan, Mode-Boutique in Baden AG

«Meine Kundinnen schätzen die persönliche Beratung, und dass ich vor allem Einzelstücke führe. Zwar konnte ich ein paar Stammkundinnen via E-Mail einige Kleidungsstücke verkaufen, aber das ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein.» madamered.ch

Privat

Darum gehts

  • Fehlende Kundschaft und technische Hürden erschweren den Umstieg auf Onlinehandel.

  • Dank 20 Minuten können einige Betriebe etwas mehr Bestellungen verzeichnen.

  • Wir stellen weitere betroffene Unternehmen vor.

Für selbstständige Kleinunternehmer und -unternehmerinnen ist die Pandemie die wohl härteste Zeit ihres Lebens. Viele Geschäfte müssen geschlossen bleiben – auf den Onlinehandel auszuweichen birgt seine eigenen Tücken. 20 Minuten hilft: Betroffene Menschen bekommen die Möglichkeit, ihren Onlineshop beim Schweizer Newsportal vorzustellen.

Nachdem bereits im Januar verschiedene Geschäfte bei 20 Minuten vorgestellt wurden, konnten manche der Unternehmerinnen und Unternehmer einen Anstieg bei den Onlinekunden verzeichnen. «Wir haben durch den Beitrag einige Bestellungen erhalten, von denen wir sicher sind, dass sie mit dem Artikel zu tun haben», heisst es etwa in einer Rückmeldung an die Redaktion.

Nun geht die Hilfsaktion von 20 Minuten in die zweite Runde – denn als Reaktion auf den Beitrag haben sich erneut Dutzende Personen gemeldet, deren Geschäft massgeblich von der Pandemie beeinträchtigt wird. In der Bildstrecke oben siehst du eine Auswahl – den Link zur jeweiligen Website findest du ebenfalls dort.

Bist du selbst Inhaber von einem kleinen Geschäft, das nun ganz auf den Webshop setzen muss? Dort fehlt aber die Kundschaft? Erzähle uns kurz von deiner prekären Situation und sende uns ein Bild von dir in deinem geschlossenen Geschäft (inklusive Name und Handynummer für allfällige Rückfragen) sowie die Adresse deines Webshops. Fülle dazu das Formular aus:

Schliessung soll Ausbreitung des Coronavirus verhindern

Am 18. Januar ist eine neue Massnahmeregelung zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus in Kraft getreten. Auf Weisung des Bundes müssen Geschäfte, die keine Produkte des täglichen Bedarfs anbieten, mindestens bis Ende Februar geschlossen bleiben. Die Händler und Apotheken, die weiterhin geöffnet haben, müssen derzeit andere Produkte, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, aus dem Sortiment nehmen. Nicht betroffen von der Zwangsschliessung sind hingegen bestimmte Dienstleistungsunternehmen wie Coiffeursalons und Banken. Reisebüros dürfen zwar ebenfalls geöffnet haben, allerdings fehlt es diesen Betrieben im Moment oft an Kundschaft.

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«Von einem Tag auf den anderen sind alle meine Einkünfte weggefallen. Ich musste über Nacht einen Onlineshop aus dem Boden stampfen. Geld dafür habe ich eigentlich keines und schon gar nicht für die Vermarktung des Shops. Es ist ein Teufelskreis.» vive-la-vshop.com
Sandra Kohler, Weiblichkeit-Boutique Vive la v in Rieden AG

«Von einem Tag auf den anderen sind alle meine Einkünfte weggefallen. Ich musste über Nacht einen Onlineshop aus dem Boden stampfen. Geld dafür habe ich eigentlich keines und schon gar nicht für die Vermarktung des Shops. Es ist ein Teufelskreis.» vive-la-vshop.com

Privat
«Ich habe mein Ladenlokal aufgegeben und viele Kunden verloren, weil sie nicht auf die Idee kommen, meine Firma zu googeln. Ich habe zwar versucht, die Google-Suche zu optimieren, aber das kostet ein Schweinegeld.» der-drucker-shop.ch
Gaby Nehme, Druckergeschäft in Winterthur ZH

«Ich habe mein Ladenlokal aufgegeben und viele Kunden verloren, weil sie nicht auf die Idee kommen, meine Firma zu googeln. Ich habe zwar versucht, die Google-Suche zu optimieren, aber das kostet ein Schweinegeld.» der-drucker-shop.ch

Privat
«Unsere drei Standbeine Verkauf, Keramikmalen und Café sind alle weggefallen. Wir haben während der Krise viel Geld in die Digitalisierung des Geschäfts investiert. Aber wer sich in diesem Bereich nicht auskennt, kommt leider auf keinen grünen Zweig.» schlerin.ch
 Heidi Laurent-Domenig (r.), Keramik- und Stoffladen Butia Schlerin in Sent GR

«Unsere drei Standbeine Verkauf, Keramikmalen und Café sind alle weggefallen. Wir haben während der Krise viel Geld in die Digitalisierung des Geschäfts investiert. Aber wer sich in diesem Bereich nicht auskennt, kommt leider auf keinen grünen Zweig.» schlerin.ch

Privat / Dominik Täuber

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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