Comparis-Umfrage: Unter 30-Jährige mögen keine Kreditkarten

Aktualisiert

Comparis-UmfrageUnter 30-Jährige mögen keine Kreditkarten

In der Schweiz gibt es über sechs Millionen Visa- oder Mastercards. Tessiner Männer setzen sie am liebsten ein, am unbeliebtesten ist die Kreditkarte hingegen bei den Jungen.

von
sas
1 / 9
Waren vor fünf Jahren in der Schweiz erst fünf Millionen Kreditkarten im Einsatz, liegt diese Zahl aktuell bereits bei über sechs Millionen.

Waren vor fünf Jahren in der Schweiz erst fünf Millionen Kreditkarten im Einsatz, liegt diese Zahl aktuell bereits bei über sechs Millionen.

Keystone/Christian Beutler
Die Jüngeren sind bei Kreditkarten zurückhaltend: Nur 14 Prozent der unter 30-Jährigen sehen die Kreditkarte als ihr bevorzugtes Zahlungsmittel, bei den anderen Altersgruppen liegt dieser Wert bei 30 Prozent.

Die Jüngeren sind bei Kreditkarten zurückhaltend: Nur 14 Prozent der unter 30-Jährigen sehen die Kreditkarte als ihr bevorzugtes Zahlungsmittel, bei den anderen Altersgruppen liegt dieser Wert bei 30 Prozent.

Keystone/Martin Ruetschi
Laut Comparis setzten Männer Kreditkarten eindeutig häufiger ein als Frauen.

Laut Comparis setzten Männer Kreditkarten eindeutig häufiger ein als Frauen.

AP/Jochen Krause

Die Zahl der Kreditkarten nimmt in der Schweiz stetig zu. Waren vor fünf Jahren erst fünf Millionen Stück im Einsatz, liegt diese Zahl aktuell bereits bei über sechs Millionen. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Vergleichsdienstes Comparis setzen die unter 30-Jährigen die Kreditkarte sparsamer ein als die Altersklassen der 30- bis 49-Jährigen und der über 50-Jährigen. Nur 14 Prozent der unter 30-Jährigen sehen die Kreditkarte als ihr bevorzugtes Zahlungsmittel, bei den anderen Altersgruppen liegt dieser Wert mit 30 Prozent mehr als doppelt so hoch.

Unterschiede im Einsatz von Kreditkarten gibt es auch bei den Geschlechtern: «Männer verwenden die Kreditkarte eindeutig häufiger als Frauen», sagt Comparis-Bankenexperte Marc Parmentier. So ist die Kreditkarte bei einem Drittel der Männer das bevorzugte Zahlungsmittel. Bei den Frauen sind es nur rund 20 Prozent.

Zudem stellt der Experte fest, dass die Kreditkarte insbesondere bei den Tessinern gut ankommt. 38 Prozent der Befragten aus dem Südteil der Schweiz bezahlen am liebsten mit Visa, Mastercard und Co. In der Romandie wird hingegen die Debitkarte (Maestro oder Postcard) gegenüber der Kreditkarte bevorzugt; bei den Deutschschweizern sind beide Kartentypen gleich beliebt.

Einsatz im Online-Shopping und Hotel

Am häufigsten wird die Kreditkarte beim Online-Shopping und bei Hotelzahlungen eingesetzt. Über 60 Prozent von 1047 im ersten Quartal 2016 befragten Personen gaben an, bei Käufen übers Internet mit Kreditkarte zu bezahlen. Nur 5 Prozent verwenden die Kreditkarte nie für Online-Shopping. Für das Bezahlen der Hotelübernachtung greift fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer zur Kreditkarte.

Anders sieht die Situation bei alltäglichen Einkäufen aus. Nur 25 Prozent setzen für solche Ausgaben die Kreditkarte «immer» oder «meistens» ein. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Kreditkartennutzung mit steigendem Kaufbetrag zunimmt. Bei grösseren Einkäufen über 300 Franken sind es knapp 40 Prozent, die «immer» oder «meistens» zur Kreditkarte greifen.

Romandie: Lieber mit Karte als bar

Trotz der immer stärkeren Verbreitung der Kreditkarten und des Hypes ums Bezahlen mit dem Smartphone ist in der Schweiz Bargeld nach wie vor populär. Rund die Hälfte der Deutschschweizer und Tessiner gaben an, grundsätzlich Bargeld gegenüber der Kreditkarte und der Debitkarte zu bevorzugen. Lediglich die Romands bezahlen lieber mit Debitkarte als mit Bargeld.

Deine Meinung