Aktualisiert 06.03.2019 14:46

Auto-Salon Genf 2019

Unter Strom wird Skoda spannend und «sexy»

Die rein elektrische Konzeptstudie Vision iV gibt einen Ausblick auf die elektrische Zukunft von Skoda. Und das macht Lust auf mehr.

von
lab
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Der nächste Schritt der tschechischen Marke in Richtung Elektromobilität. Der Vision iV fasziniert als viertüriges Crossover-Coupé mit einer sportlichen Linienführung und bietet ein grosszügiges Raumgefühl.

Der nächste Schritt der tschechischen Marke in Richtung Elektromobilität. Der Vision iV fasziniert als viertüriges Crossover-Coupé mit einer sportlichen Linienführung und bietet ein grosszügiges Raumgefühl.

Skoda
Für die nötige Dynamik sorgen Allradantrieb und zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 225 kW (306 PS).

Für die nötige Dynamik sorgen Allradantrieb und zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 225 kW (306 PS).

Markus Cavelti
«Einleuchtendes» Detail: Auch bei Nacht dem Hintermann zeigen, welche Marke man fährt. Ob es die leuchtenden Lettern wohl bis in die Serienproduktion schaffen, ist eher zu bezweifeln.

«Einleuchtendes» Detail: Auch bei Nacht dem Hintermann zeigen, welche Marke man fährt. Ob es die leuchtenden Lettern wohl bis in die Serienproduktion schaffen, ist eher zu bezweifeln.

Markus Cavelti

Das erste Fahrzeug von Skoda auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) des Volkswagen Konzerns ist der nächste Schritt der tschechischen Marke in Richtung Elektromobilität. Und wo Skoda sonst eher als Biedermann denn als Brandstifter durchgeht, fasziniert das viertürige Crossover-Coupé mit einer sportlichen Linienführung und bietet ein grosszügiges Raumgefühl. Für die nötige Dynamik sorgen Allradantrieb und zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 225 kW (306 PS).

Neue Proportionen

Die Vision iV ist 4665 Millimeter lang, 1926 Millimeter breit und 1613 Millimeter hoch. «Eine dynamische Linienführung sorgt für eine sportliche Optik, dank neuer Proportionen mit kurzer Haube und langem Passagierabteil wird das grosszügige Raumgefühl bereits von aussen sichtbar», schreiben die Tschechen. Und das macht Lust, den bei dem Concept Car handelt es sich nicht um eine Fingerübung, sondern um einen konkreten Ausblick auf den ersten Skoda-Stromer auf Basis des MEB.

Die Studie trägt eine horizontale Lichtleiste, die über die gesamte Fahrzeugbreite und durch den neu interpretierten, abgedeckten Grill mit feinen vertikalen Rippen und kristallinen Strukturen führt, und verbindet die LED-Matrix-Scheinwerfer. Die Seitenansicht prägen ausgestellte Kotflügel und die coupé-hafte Dachlinie, die durchaus Parallelen zum Polestar 2 aufweist. Die Türen haben keine Griffe und öffnen sich bei Berührung automatisch. Und anstatt klassischer Aussenspiegel kommen Kameras zum Einsatz, die eine 180-Grad-Ansicht in den Innenspiegel projizieren.

Zwei Motoren mit insgesamt 306 PS

Den emissionsfreien Antrieb übernehmen zwei Elektromotoren – einer an der Vorder- und einer an der Hinterachse. Dadurch wird der E-Skoda zum Allradler und die Systemleistung von 225 kW (306 PS) wird je nach Anforderung verteilt. Die maximale Reichweite beträgt bis zu 500 Kilometer im WLTP-Zyklus, die Batterie lässt sich in 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Speicherkapazität aufladen. Die Studie kann sich mit Laserscannern, Radarsensoren und Kameras perfekt orientieren, in entsprechenden Situationen fährt sie autonom oder parkt selbstständig.

Neue Akzente im Innenraum setzen die Anordnung von Instrumententafel und Mittelkonsole in verschiedenen Lagen und Ebenen, sowie ein scheinbar schwebender Bildschirm. Das Infotainmentsystem beherrscht Gesten und Sprachsteuerung und bindet auch Smartphones von Fahrer und Beifahrer ins Bedienkonzept ein. Per digitalem Schlüssel lässt sich die Vision iV per Smartphone öffnen und starten. Ausserdem überwacht die Studie die Herzfrequenz des Fahrers – und bremst notfalls automatisch bis zum Stillstand ab.

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