Kampfhunde-Attacke: Unter Thalwiler Hündelern geht die Angst um
Aktualisiert

Kampfhunde-AttackeUnter Thalwiler Hündelern geht die Angst um

Ein herrenloser Kampfhund hat mitten in einem Thalwiler Wohnquartier einen angeleinten Pudel getötet. Die Polizei fahndet nach Halter und Hund – bisher erfolglos.

von
lüs/rom
Die Polizei sucht weiterhin nach dem unbekannten Thalwiler Kampfhund (Symbolbild).

Die Polizei sucht weiterhin nach dem unbekannten Thalwiler Kampfhund (Symbolbild).

«Ich habe Angst», sagt Monika* und nimmt ihren Zwergpinscher zu sich. Unter Thalwiler Hündelern gibts derzeit nur ein Thema: Die tödliche Kampfhundeattacke von der Claridenstrasse. Ein frei laufender Kampfhund ist gemäss «Zürichsee-Zeitung» am letzten Samstagnachmittag auf einen angeleinten Pudel losgegangen und biss ihn zu Tode. Als die alarmierte Polizei am Tatort eintraf, war der Kampfhund weg. Nun fahndet sie nach dem unbekannten, aggressiven Hund und seinem Halter. Laut Polizei handelt es sich vermutlich um einen braunen American Pitbull Terrier oder American Staffordshire Terrier mit weissen Flecken. «Es sind einzelne Hinweise eingegangen, doch bisher konnten wir weder Hund noch Halter ermitteln», heisst es bei der Polizei Thalwil auf Anfrage.

Entsprechend besorgt sind viele Thalwiler Hündeler: «Ich fürchte mich vor jeder Hundebegegnung», sagt Katja*, die einen Chihuahua Gassi führt. «Hoffentlich finden sie diesen Sauhund bald!», sagt Max*, unterwegs mit einem Golden Retriever.

Das kantonale Veterinäramt hat vom Vorfall Meldung erhalten. Was mit dem Hund passiert, wenn er ausfindig gemacht ist, kann Kantonstierärztin Regula Vogel noch nicht sagen. Das Hundegesetz sehe generell eine Palette von Massnahmen vor – von einer Verwarnung des Halters, Erziehungsmassnahmen für das Tier über Fremdplatzierung oder Beschlagnahmung des Hundes bis zum Einschläfern.

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*Namen geändert

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