Untergrundgruppe: "Wir haben den Sahara-Geiselnehmer"
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Untergrundgruppe: "Wir haben den Sahara-Geiselnehmer"

Eine Untergrundgruppe in Tschad hat erstmals bestätigt, den radikalislamischen Anführer der Sahara-Geiselnehmer, Amari Saifi, gefangen genommen zu haben.

Das sagte Mahamat Mahdi, Vizepräsident der laizistische tschadische Untergrundgruppe Bewegung für Demokratie und Gerechtigkeit im Tschad (MDJT), der algerischen Zeitung «Liberté» vom Donnerstag.

Danach hätten Saifi und neun seiner Kampfgefährten sich im März im Tibesti-Gebirge nach einem kurzen Gefecht der MDJT ergeben.

Saifi ist die Nummer zwei der algerischen Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC), der Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida nachgesagt werden. Unter seinem Kommando waren im vergangenen Jahr zeitweise 32 europäische Touristen, darunter 4 Schweizer, in der Sahara entführt worden.

Die islamistischen Terroristen seien nach einer Niederlage gegen die tschadische Armee, bei der 15 von ihnen getötet worden waren, und einer 50 Kilometer langen Flucht zu Fuss durch die Wüste erschöpft gewesen. Ein zweites GSPC-Kommando sei wenige Tage darauf der MDJT in die Hände gefallen.

Die MDJT habe Saifi, alias «El Para», Algerien und anderen Staaten angeboten. Weil kein Land die Grenzen Tschads ohne Erlaubnis des Staates übertreten wolle, sei eine Übergabe gescheitert. Die MDJT suche nun nach Wegen, Saifi und seine Mitstreiter mit eigenen Mitteln an Algerien auszuliefern, hiess es.

(sda)

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