St. Gallen: Unterhaltungs-Zonen in der Innenstadt?
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St. GallenUnterhaltungs-Zonen in der Innenstadt?

CVP-Politiker Martin Würmli will den Lärm in der Innenstadt in den Griff bekommen: Mit einem politischen Vorstoss fordert er die Einführung von Unterhaltungszonen.

von
Marlene Kovacs
Unterhaltungszonen in der Stadt St. Gallen? (Bild: Stadt SG/sas)

Unterhaltungszonen in der Stadt St. Gallen? (Bild: Stadt SG/sas)

Immer wieder sorgten Partygäste während des Sommers im Bereich Bermudadreieck und Brühlgasse bei der Nachbarschaft für Aufregung. CVP-Politiker Martin Würmli will dem Knatsch zwischen Wirten und Anwohnern nun ein Ende setzen. Am Dienstag hat er die Interpellation «St. Galler Sommernachts(alb?)traum» beim Stadtrat platziert. Diese sieht vor, die Innenstadt in Wohn- und Unterhaltungszonen einzuteilen. «Wenn klar definiert ist, wo ein ruhiges Wohngebiet ist und wo mehr läuft, dann können alle besser damit umgehen», so Würmli.

Für die Gastronomen wäre eine solche Einteilung eine Erleichterung. «Im Moment hat ein Nachbar, der sich beschwert, alles in der Hand. Und die Stadt agiert nur willkürlich», sagt Marco Flury vom Picante. Konrad Schmid, Präsident der Vereinigten Quartiervereine, betrachtet die Idee eher skeptisch. «Gemeinsame Gespräche würden mehr helfen», so Schmid.

In Basel existiert bereits seit fünf Jahren ein ähnliches Modell. «Seither haben wir viel weniger Lärmklagen von Nachbarn», so Jürg Hofer, Leiter des Basler Amtes für Umwelt und Energie.

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