Aktualisiert 20.06.2011 17:37

Mildere StrafenUnterländer Einbrechertrio verurteilt

Ein Diebestrio hat in Rümlang bei drei Einbrüchen rund 1000 Kleidungsstücke für eine Viertel Million Franken erbeutet. Nun erhielten die Täter Freiheitsstrafen bis zu 28 Monaten.

von
Attila Szenogrady

Die drei Angeklagten aus Bachenbülach, Oberglatt und Rorbas standen vor drei Wochen vor dem Bezirksgericht Zürich. Wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls mussten die Angeschuldigten im Alter von 29 bis 34 Jahren mit hohen und unbedingten Freiheitsstrafen von 30 Monaten, 34 Monaten und 44 Monaten rechnen.

Massenweise Kleider gestohlen

Die drei Schweizer Staatsangehörigen waren als Balkan-Secondos im Zürcher Unterland aufgewachsen und betätigten sich ab August 2008 als Einbrecher. Als Zielobjekt suchten sie sich dabei eine Kleiderfirma aus Rümlang aus. Bis zum Mai 2009 besuchten die Täter das Unternehmen gleich drei Mal und plünderten die Warenbestände. Der grösste Coup gelang in der Nacht auf den 3.April 2009, als sie gleich 400 Kleidungsstücke, diverse Markenartikel wie Sonnenbrillen und vier Laptops in Kehrichtsäcke steckten und das Weite suchten. Die Beute für 60 000 Franken konnte sich sehen lassen. Insgesamt kamen zum Schluss weit über 1000 Kleider für rund 250 000 Franken weg.

Der Chauffeur, der Callagent und der Spengler verkauften einen Grossteil der Beute weiter.

Berufs- und Bandenmässigkeit verneint

Das Bezirksgericht Zürich hat am Montag die Urteile eröffnet. Demnach wurden alle drei geständigen Männer wegen mehrfachen Diebstahls, Sachbeschädigungen und mehrfachen Hausfriedensbruchs für schuldig befunden. Da das Gericht im Gegensatz zur Anklage sowohl eine gewerbsmässige, als auch eine bandenmässige Tatbegehung verneinte, fielen die Strafen deutlich tiefer aus. Mit 28 Monaten unbedingt kassierte der Spengler aus Rorbas die höchste Strafe. 24 Monate unbedingt erhielt der Mann aus Oberglatt. Mit einem blauen Auge kam der Chauffeur aus Bachbülach davon. Der 29-jährige „Benjamin" der Gruppe bekam eine Bewährungsstrafe von 20 Monaten und damit eine letzte Chance. Bei einer langen Probezeit von vier Jahren.

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