Vordemwald AG: Unterstützung für 35-jährige Schülerin Norma
Aktualisiert

Vordemwald AGUnterstützung für 35-jährige Schülerin Norma

Das Schicksal der 35-jährigen Primarschülerin bewegt die Schweiz: Da Behörden die Peruanerin nicht in der dritten Klasse haben wollen, springen nun Privatleute in die Bresche.

Die Wogen, die die Geschichte von Norma Ammann aufgeworfen hat, sind kaum mehr zu glätten: «Es ist unglaublich, was für Reaktionen wir erhalten», erzählt ihr Ehemann, Hans Ulrich Ammann. Seine Frau und er erfahren nicht nur von der Schule, die der ältesten Drittklässlerin der Schweiz den Rücken stärkt, sondern auch von der Bevölkerung grosse Unterstützung: «Wir haben enorm viele Briefe erhalten und heute war sogar das Fernsehen bei uns», so Ammann. Eine ehemalige Lehrerin hat zudem angeboten, Norma privat zu unterrichten, falls sie

die Schule wirklich verlassen muss. «Wir werden in den Sportferien Kontakt aufnehmen mit dieser Frau», sagt Ammann. Spruchreif sei aber noch nichts. Er hofft immer noch auf die Einsicht des Bildungs­departements Aargau. Für Norma ist nämlich klar: «Ich möchte in der Schule bleiben.» Auch die meisten Leser von 20 Minuten sind sich einig, dass Norma in der Schule bleiben soll.

Irene Richner, Sprecherin des Bildungsdepartements Aargau, bleibt jedoch hart: «Das Schulgesetz besagt klar, dass die Volksschule für Kinder und Jugendliche ist, und dies gilt es einzuhalten.» Darum sei auch eine Ausnahmebewilligung für Norma im Rahmen eines Schulversuchs nicht möglich. Sie wird also die Schule in Vordemwald und ihre Klassenkameraden verlassen müssen. (20 Minuten)

Deine Meinung