SBB-Durchmesserlinie: Untersuchung wegen Bau-Panne
Aktualisiert

SBB-DurchmesserlinieUntersuchung wegen Bau-Panne

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl hat nach der Bau-Panne beim Zürcher Hauptbahnhof eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt eingeleitet.

Abgeklärt werden die Straftatbestände der Störung des öffentlichen Verkehrs sowie der Verletzung der Baukunde-Regeln, wie die zuständige Staatsanwältin am Montag auf AP-Anfrage sagte.

Derzeit untersuche die Stadtpolizei Zürich den Sachverhalt und kläre ab, was genau passiert sei, sagte Staatsanwältin Gabi Alkalay von der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl. Danach werde sich zeigen, ob allenfalls noch weitere Tatbestände in Frage kommen würden.

Verkehrschaos

Am vergangenen Mittwoch war es beim Bau der SBB-Durchmesserlinie zu einer Panne gekommen. Nachdem bei der Bohrung eines Mikrotunnels der Bohrer stehen geblieben war, musste dieser um drei Meter in die Startgrube zurückgeschoben werden. So entstand unter dem Bahnhofplatz ein ungestützter Hohlraum von rund 30 Kubikmetern, worauf eine rund zehn Quadratmeter grosse Fläche abzusenken drohte.

Der Bahnhofplatz wurde umgehend weiträumig gesperrt und der öffentliche und der Individualverkehr waren um den Verkehrsknotenpunkt vorübergehend massiv eingeschränkt. Am Donnerstag wurde die gefährdete Stelle mit Spritzbeton stabilisiert und sämtliche Verkehrsbeschränkungen am Bahnhofplatz wieder aufgehoben. (dapd)

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