Aktualisiert 24.05.2007 04:38

Untersuchung wegen Zürcher Chaos-Klasse

Der Zürcher Gemeinderat hat gestern Mittwoch beschlossen, dass die Geschäftsprüfungskommission (GPK) die Probleme und Vorfälle im Schulhaus Borrweg untersuchen soll. Ein entsprechender Beschlussantrag der FDP-Fraktion fand eine Mehrheit.

Insbesondere habe die GPK abzuklären, wie das Zusammenwirken und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten verbessert werden könne. Auch sollen die Kompetenzen klarer geregelt werden. Ziel sei es, solche Vorfälle früh zu erkennen, respektive zu verhindern.

Die SP betonte, es sei sinnvoll, die GPK mit der Untersuchung zu betrauen, um so eine Auslegeordnung zu erhalten. Laut FDP «beisst sich der Einsatz der GPK nicht mit der bereits eingeleiteten Administrativuntersuchung von Schulvorstand Gerold Lauber». Es könnten sich durchaus Synergien ergeben. Dies bezweifelte die SVP und verlangte die Einstellung der Administrativuntersuchung.

Unterstützung auch für SVP-Postulat

Ebenfalls unterstützt wurde ein SVP-Postulat. Es fordert im Nachzug zu den Vorfällen in den Schulhäusern Bachtobel und Borrweg- beide im Schulkreis Uto - Auskunft vom Stadtrat über Organisation, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten in den Volksschulen der Stadt Zürich.

Weiter verlangt das Postulat Vorschläge, mit welchen Massnahmen gewaltbereiten und renitenten Schülern sowie deren allfällig nicht kooperativen Erziehungsverantwortlichen künftig begegnet werden soll.

Das Schulhaus Borrweg kam in die Schlagzeilen, weil eine schwierige Klasse durch ihr Verhalten innerhalb von zwei Jahren mehrere Lehrer zum Aufgeben zwang. Im Schulhaus Bachtobel kündigten Mitte April drei Mittelstufenlehrer sowie eine Handarbeitslehrerin. Die Gründe sind unklar. Allerdings dürften auch Unstimmigkeiten mit der Schulleiterin sowie ein Teamkonflikt zu den Kündigungen beigetragen haben.

Nach Bekanntwerden der Vorfälle gerieten der Zürcher Schulvorstand Gerold Lauber und der zuständige Schulpräsident Andreas Rüegg in die Kritik. Lauber kann «mit der GPK und dem Postulat leben». Wichtig sei, der Volksschule Sorge zu tragen und das Vertrauen in sie zu stärken, sagte er.

(sda)

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