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Unterwasser-Ameisen in Australien entdeckt

Doktor Zufall verhalf Forschern zu einem erstaunlichen Befund: Ameisen können auch schwimmen. Die Unterwasser-Ameisen von Australien haben sich perfekt ans Wasser angepasst. Nur ihr Nest ist oft überflutet.

«Diese Ameisen leben in Mangroven- Wäldern, und ihre Nester werden regelmässig von Wasser überflutet», erläuterte Simon Robson von der James Cook Universität in Brisbane.

Die Tiere könnten sich in Luftfächer verkriechen oder an der Wasseroberfläche schwimmen. «Sie sind die einzigen Ameisen der Welt, die in einer Umgebung überleben können, die regelmässig unter Wasser liegt.» Die Ameisen (Polyrhachs sokolova) könnten sogar Futter über das Wasser zum Nest transportieren.

Die Entdeckung war purer Zufall. Bei Filmarbeiten über Insekten in den Mangroven setzten die Forscher eine Ameise auf einen Stein im Wasser, damit sie nicht wegrennen konnte. Zur Überraschung des Teams schwamm das Insekt jedoch davon und verschwand.

Die Ameisen seien im Wasser von Fischen oder Krabben bedroht. «Es scheint ein sehr unangenehmer Platz zum Leben zu sein, und wir sind immer noch dabei herauszufinden, wie die Ameisen dieses Leben managen», sagte Robson dem Sender ABC. (sda)

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