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Unwetter: Neu 500 statt 200 Franken Selbstbehalt?

Die Schäden von 2,5 Milliarden Franken aufgrund der Hochwasser-Katastrophe vor Jahresfrist sind grösstenteils behoben. Nun zeichnen sich bei den Privatversicherungen höhere Selbstbehalte ab.

Die Bilder vom verheerenden Hochwasser im August 2005 sind noch in frischer Erinnerung. Die Überschwemmungen hinterliessen sechs Tote und Schäden in Rekordhöhe. Allein im privaten Bereich (Hausrat, Gebäude) gab es Schäden von 2 Milliarden Franken. Im öffentlichen Bereich – also etwa bei National- und Hauptstrassen, Bahnen und in der Landwirtschaft – fielen Kosten von 511 Millionen Franken an.

Die Schäden sind inzwischen zu einem Grossteil behoben. Nun werden Gefahrenkarten überprüft, neue Schutzbauten realisiert und ein Wetteralarm per SMS soll Herr und Frau Schweizer künftig vor Unwettern warnen.

Da Unwetter immer häufiger werden, dürfte der Bundesrat im Oktober die Haftungslimite für Fahrzeuge und Gebäude von derzeit je 250 Millionen auf je eine Milliarde Franken erhöhen. Dies würde Anpassungen bei den privaten Versicherern nach sich ziehen: So soll der Selbstbehalt von 200 auf 500 Franken angehoben werden.

(SDA/AP)

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