Unwetterhelden: Feuerwehr ununterbrochen im Einsatz
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Unwetterhelden: Feuerwehr ununterbrochen im Einsatz

In der Zentralschweiz waren bei den Unwettern die Feuerwehrleute im Dauereinsatz. So auch Heinz Bachmann aus Emmenbrücke, der fast 24 Stunden nonstop gegen das Wasser ankämpfte.

Am Mittwochabend um 20 Uhr kam Heinz Bachmann gerade mit seinen drei Kindern vom Kino nach Hause, als ihn seine Frau an der Haustüre mit den Worten erwartete: «Du musst gar nicht erst reinkommen.» Da war für den 45-Jährigen sofort klar, dass die Feuerwehr ihn aufgeboten hatte. Von da an bis gestern Abend hatte er kaum noch eine ruhige Minute. «Wir mussten Strassensperren errichten, Schutzmassnahmen ergreifen, die Leute alarmieren und Keller auspumpen», erzählt Chemiewehrchef Bachmann.

Obwohl sich die Lage gestern etwas beruhigte, galt es für Bachmann und sein Team, die vielen überfluteten Räume im Auge zu behalten. Trotz der erneuten Überschwemmungen ist für ihn klar: «Viele Leute haben aus dem Unwetter 2005 gelernt.» So wurden beispielsweise die Autos schon im Voraus aus den Tiefgaragen gefahren.

Nach fast 24 Stunden im Einsatz genoss der leidenschaftliche Feuerwehrmann endlich einen ruhigen Abend mit seiner Familie. Bachmann: «Es ist herrlich, einfach mal die Füsse hochzulegen.»

Mann in Littau schwer verletzt

Beim Unwetter in der Nacht auf Donnerstag wurden in der ganzen Zentralschweiz unzählige Keller überflutet, mehrere Bäche traten über die Ufer. In Littau wurde ein Mann bei Aufräumarbeiten schwer verletzt, wie die Kantonspolizei Luzern mitteilte. Während des Tages hat sich die Lage aber in den meisten Gebieten wieder normalisiert. Im Gebiet des Kniribaches bei Stans kämpfte die Feuerwehr allerdings auch am Abend noch gegen Überschwemmungen. Die Gebäudeversicherung des Kantons Luzern erwartet eine Schadensumme von sechs bis acht Millionen Franken.

Liliane Barth/Markus Fehlmann

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