Basel-Stadt: Unzensierte Bilder von Demonstranten publiziert
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Basel-StadtUnzensierte Bilder von Demonstranten publiziert

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat ihre Drohung wahrgemacht und unzensierte Bilder der gesuchten Teilnehmer der Gegendemonstration veröffentlicht.

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Um 14 Uhr wollten Rechtsradikale um die Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) auf dem Basler Messeplatz gegen den UN-Migrationspakt demonstrieren. Bereits um 13 Uhr begann aber ein zahlenmässig überlegener Auflauf von Gegendemonstranten.

Um 14 Uhr wollten Rechtsradikale um die Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) auf dem Basler Messeplatz gegen den UN-Migrationspakt demonstrieren. Bereits um 13 Uhr begann aber ein zahlenmässig überlegener Auflauf von Gegendemonstranten.

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Kurz kamen sich die Gruppierungen sehr nahe.

Kurz kamen sich die Gruppierungen sehr nahe.

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Die Polizei schritt kurz darauf ein und trennte die Gruppen, um eine Konfrontation zu verhindern.

Die Polizei schritt kurz darauf ein und trennte die Gruppen, um eine Konfrontation zu verhindern.

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Die Folgen der bewilligten rechtsextremen Demonstration vom 24. November 2018 in Basel haben die nächste Eskalationsstufe erreicht. Die Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag unzensierte Bilder von Personen veröffentlicht, die an der zahlenmässig weit grösseren, jedoch unbewilligten Gegendemonstration beteiligt gewesen und sich Scharmützel mit der Polizei geliefert haben sollen.

Anfang November hatte die Behörde zensierte Bilder der gesuchten Personen publiziert und mit einer Veröffentlichung von Klarbildern gedroht, sollten sie sich nicht stellen. Nun hat sie diese Drohung wahrgemacht.

Polizei setzt Gummigeschosse ein

Die Lage zwischen der Basler Polizei und den Gegendemonstranten eskalierte um vier Uhr. Die Beamten setzten Gummigeschosse ein.

Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen den Gegendemonstranten und der Polizei. (Video: 20 Minuten)

Niemand meldete sich freiwillig

Keine der gesuchten Personen meldete sich freiwillig, wie die Staatsanwaltschaft schreibt. Deshalb seien die Fotos der 20 mutmasslichen Demonstranten zu Fahndungszwecken veröffentlicht worden. Gegen sie werde wegen Verdachts auf Angriff, Landfriedensbruch, Körperverletzung, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Nötigung und Störung des öffentlichen Verkehrs ermittelt.

Nach der Publikation der zensierten Bilder durch die Behörden hatte ein linksautonomes Portal unzensierte Bilder von Polizisten, die am Einsatz beteiligt waren, veröffentlicht. Die linken Gegendemonstranten wurden dazu aufgefordert, sich nicht einschüchtern zu lassen.

35 Personen bereits identifiziert

Gemäss Mitteilung der Staatsanwaltschaft wurden 35 Personen, die an der Gegendemonstration teilgenommen haben sollen, bereits identifiziert. Es handle sich um 33 Erwachsene und zwei Jugendliche.

Nach der Demonstration war es zu Razzien und Festnahmen gekommen.

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