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Uran im Dorfbrunnen von Sugiez FR

Wasseranalysen haben den hohen Uraniumgehalt eines Brunnens in Sugiez in der Freiburger Gemeinde Bas-Vully am Murtensee bestätigt.

Die Proben des Kantonschemikers haben entsprechende Befunde des Magazins «Gesundheitstipp» bestätigt. Das Trinkwasser in der Region ist allerdings kaum belastet.

14 Trinkwasserproben aus der Region wurden dem Bundesamt für Gesundheit und dem Hydrologischen Zentrum der Universität Neuenburg zur Untersuchung abgegeben. Die Ergebnisse nennen einen Uraniumgehalt zwischen 2,6 und 7,3 Mikrogramm pro Liter, wie die Freiburger Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.

Die Konzentration liegt damit deutlich unter dem von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwert von 15 Mikrogramm pro Liter. Dieser Grenzwert sei vorläufig, heisst es in der Mitteilung weiter. Fachleute gingen davon aus, dass ein Grenzwert von 30 Mikrogramm ausreichend sei.

Eine 15. Probe wurde dem Dorfbrunnen entnommen. Hier wurde ein Uraniumgehalt von 24,7 Mikrogramm pro Liter gemessen. Die Quelle, die den Brunnen speist ist nicht an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen.

Aus Sicht des Kantons drängen sich keine besonderen Massnahmen von Seiten der Gemeinde auf. Seit dem Artikel im «Gesundheitstipp» wurde der Dorfbrunnen mit einem Schild «kein Trinkwasser» versehen.

Uran ist ein giftiges Schwermetall, das Nieren, Leber und Knochen schädigen kann. Das Vorkommen von Uran im Wasser ist nicht aussergewöhnlich in der Schweiz, wie es in einer Mitteilung der Direktion für Gesundheit und Soziales des Kantons Freiburg weiter heisst.

(sda)

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