Aktualisiert 30.05.2009 16:08

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Ureinwohner planen eigene Olympiade

Die Ureinwohner der Erde wollen eigene Sportwettkämpfe im Stil der Olympischen Spiele einführen. Die ersten «World Indigenous Nations Games» sollen bereits 2012 im kanadischen Winnipeg stattfinden.

Es soll Wettkämpfe in traditionellen Spielen verschiedener Urvölker sowie in modernen Sportarten geben. Diesen Beschluss fasste das Ständige Forum der Ureinwohner am Freitagabend in New York zum Ende seiner siebten Jahrestagung.

Das Forum vertritt die Interessen von 370 Millionen Menschen weltweit, die noch den Traditionen ihrer Vorfahren folgen, ihre eigene Sprache sprechen und teils auch noch in Reservaten oder anderen geschützten Gebieten leben.

Sorge bereitete den 2000 Delegierten bei der Konferenz am UNO- Hauptsitz, dass Entwicklungsprojekte zur Linderung der Wirtschafts- und Finanzkrise auf dem Rücken von Urvölkern ausgetragen werden könnten.

Besonders alarmiert war das Forum über die Mitteilung der Weltbank, in diesem Jahr 45 statt wie bisher 15 Milliarden Dollar für die Verbesserung von Infrastrukturen bereitzustellen.

Die Vorsitzende des Forums, Victoria Tauli-Corpuz, wies darauf hin, dass beispielsweise Kanada das Geld zum Bau von Schnellstrassen nutzen will, die mehrere Ureinwohner-Reservate durchkreuzen würden.

Die neuen Strassen wiederum würden der Industrie den Zugang zu Bodenschätzen wie Öl, Gas und Mineralien auf den Territorien von Urvölkern wie den Inuits erleichtern, sagte Tauli-Corpuz.

«Natürlich verstehen wir, dass zum Überleben unserer Landeswirtschaft etwas geschehen muss, nur darf es nicht auf Kosten der Ureinwohner sein und ihre Vertreibung oder die Zerstörung ihres Landes zur Folge haben.»

(sda)

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