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NeatUri plant für Gotthard-Eröffnung Riesensause

Im Juni 2016 wird der längste Bahntunnel der Welt am Gotthard mit einem Staatsakt und einem Fest für die Bevölkerung eingeweiht. Für Uri wird es teuer.

Ein Zug auf einer Testfahrt durch den Gotthard-Basistunnel in Erstfeld.

Ein Zug auf einer Testfahrt durch den Gotthard-Basistunnel in Erstfeld.

Die Urner Landräte befürworteten am Mittwoch den Kredit für die Eröffnungsfeierlichkeiten des Gotthard-Basistunnels mit 59 Ja- gegen 3 Nein-Stimmen.

An den Feierlichkeiten «Gottardo 2016» will sich Uri mit einem speziellen Domzelt der Öffentlichkeit präsentieren. Darin sollen die Besucher unter anderem eine interaktive Fotoausstellung über den Kanton sowie eine Kopie des Urner Teufelssteins vorfinden.

Obwohl sämtliche Fraktionen den Urner Beitrag an den Feierlichkeiten unterstützten, gab es aus dem Parlament auch kritische Töne. Ein Landrat zeigte sich von der Grösse des Projekts und der Höhe der Kosten überrascht. Ein weiterer Parlamentarier stellte die Frage, ob es in Zeiten des Sparens richtig sei, fast 600'000 Franken in ein Volksfest zu investieren.

Eröffnungsfeiern kosten 12 Millionen Franken

Die Eröffnungszeremonie mit ausländischen Staatschefs und Verkehrsministern findet am 1. Juni 2016 statt. Am 2. Juni feiern die Mitarbeiter, die den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt bauten. Der Publikumsanlass in Biasca TI und Erstfeld UR ist auf den 4. und 5. Juni angesetzt. Erwartet werden dann bis zu 100'000 Personen. Insgesamt dürften die Eröffnungsfeiern über 12 Millionen Franken kosten.

Der Gotthard-Basistunnel ist das Herzstück der neuen Nord-Süd-Achse, welche für rund 12 Milliarden Franken realisiert wird. Nach seiner Eröffnung im Juni 2016 wird der neue Bahntunnel am 11. Dezember mit dem Fahrplanwechsel in Betrieb gehen.

(SDA)

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