Invasive Pflanzen: Uri verstärkt Kampf gegen fremde Pflanzen
Aktualisiert

Invasive PflanzenUri verstärkt Kampf gegen fremde Pflanzen

Mehrere aus anderen Kontinenten importierte Pflanzen und Tiere breiten sich in der Schweiz aus. Einige verursachen Allergien oder verdrängen einheimische Arten. Der Kanton Uri will verstärkt gegen diese biologische Invasion vorgehen.

Neophyten, wie die eingeschleppten Pflanzen genannt werden, verdrängen einheimische Arten - oder sorgen wie der Riesen-Bärenklau (Bild) für schlimme Allergien. (Bild: Wikipedia/Appaloosa)

Neophyten, wie die eingeschleppten Pflanzen genannt werden, verdrängen einheimische Arten - oder sorgen wie der Riesen-Bärenklau (Bild) für schlimme Allergien. (Bild: Wikipedia/Appaloosa)

Probleme verursacht beispielsweise der Riesen-Bärenklau. Der Saft dieser aus dem Kaukasus eingeführten Pflanze enthält giftige Substanzen, wie das Amt für Umweltschutz des Kantons Uri am Montag mitteilte.

Eine Berührung der Pflanze - in Kombination mit Sonneneinstrahlung - führt zu Hautentzündungen mit so starker Blasenbildung, dass Narben zurückbleiben. Es sind auch Nebenwirkungen wie Schweissausbrüche, Fieber oder Kreislaufstörungen bekannt. Der Riesen-Bärenklau wird im Kanton Uri seit einigen Jahren aufwändig bekämpft.

Grosse Probleme verursachen vor allem im Unteren Reusstal die Goldrute und das Springkraut sowie der Japanische Knöterich - eine eingeschleppte Pflanzenart aus Ostasien. Sie durchdringt alles, selbst Asphalt, und richtet grosse Schäden an.

Gemäss Mitteilung haben all diese eingeschleppten Pflanzen eines gemeinsam: Sie verdrängen einheimische Arten. Der Kanton Uri will deshalb die Anstrengungen gegen die invasiven Pflanzen weiterführen und ausdehnen.

Der Kanton will aber auch die Bevölkerung informieren, damit diese weiss, wie sie sich vor schädlichen Arten schützen kann. Dazu verschickt sie ein Informationsblatt in alle Haushaltungen. Zusätzlich soll eine Arbeitsgruppe eine Massnahmenplanung erarbeiten. (sda)

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