Uri will Kitezone auf dem Urnersee nicht ausdehnen
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Uri will Kitezone auf dem Urnersee nicht ausdehnen

Die Urner Regierung nimmt die Kitesurfer an die kurze Leine: Ihr Revier auf dem Urnersee soll nicht ausgedehnt werden.

«Ich bin enttäuscht über den Entscheid der Regierung», sagt Roland Brand aus Flüelen. Zusammen mit einigen anderen Kitern hatte er in einem Gesuch darum gebeten, die Kitezone auf den ganzen Urnersee auszudehnen – Naturschutz- und Verbotszonen ausgenommen. «Die heutige Zone ist nur mit Motorbooten zu erreichen», sagt Brand.

In Isleten gebe es beispielsweise eine Landzunge, die einen problemlosen Einstieg zu Fuss ermöglichen würde. «Das wäre umweltfreundlicher», so Brand. Weiter herrsche in der heutigen Zone zwischen Bauen, Sisikon und der Tellsplatte nach dem Mittag kein Wind mehr, was die Kiter stark einschränke.

Der Urner Regierungsrat hat dem Anliegen gestern eine Abfuhr erteilt. Zwar sei das Kitesurfen touristisch und wirtschaftlich wichtig, doch sei eine klare Abgrenzung zu den übrigen Seebenützern unerlässlich. Vor allem die langen Steuerseile würden ein grosses Gefahrenpotenzial bergen.

Brand will nun mit seinen Kollegen das weitere Vorgehen besprechen. Für ihn ist aber schon jetzt klar, dass das Thema noch nicht vom Tisch ist. Brand: «Aufgeben werden wir sicher nicht.»

Markus Fehlmann

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