Aktualisiert 11.06.2008 17:40

SudanUrsache von Flugzeugunglück bleibt unklar

Ein Flugzeugunglück mit mindestens 30 Toten im Sudan hat den Ermittlern Rätsel aufgegeben.

Die Behörden machten am Mittwoch widersprüchliche Angaben über die möglichen Ursachen. Der mit 214 Menschen besetzte Airbus A310 war am Dienstagabend nach der Landung in Khartum in Flammen aufgegangen. Etwa 170 Insassen überlebten das Unglück, das Schicksal von 14 Menschen war zunächst unklar, wie ein Sprecher der Luftverkehrsbehörde mitteilte.

Zahlreiche Passagiere seien nach dem Unglück offenbar einfach nach Hause gegangen, deswegen sei die Opferzahl schwer zu ermitteln, hiess es. Das staatliche Fernsehen hatte zunächst von etwa 100 Todesopfern berichtet. Die Maschine der Sudan Airways war nach der Landung während eines heftigen Unwetters vom Rollfeld abgekommen. Daraufhin gab es offenbar eine Explosion und dann ein Flammenmeer. Am Mittwochmorgen war der Brand unter Kontrolle. Von dem Airbus A310 war nur noch der verkohlte Rumpf übrig.

«Die rechte Tragfläche brannte»

Flughafenchef Jussef Ibrahim sagte dem staatlichen Fernsehen, die Maschine sei noch sicher gelandet, doch dann sei eines der Triebwerke explodiert. Ein Überlebender bestätigte, dass es nach der recht harten Landung eine Explosion gegeben habe, und die rechte Tragfläche habe gebrannt. Bald habe das Feuer auf die Kabine übergegriffen. Die Insassen seien dann über die Notausgänge geflüchtet.

Polizeichef Mohammad Nadschib hingegen nannte schlechtes Wetter als mutmassliche Unglücksursache. Deswegen habe die Maschine eine Bruchlandung hingelegt, sei in zwei Hälften zerbrochen und habe schliesslich Feuer gefangen.

Das Flugzeug war in der syrischen Hauptstadt Damaskus gestartet und in Jordanien zwischengelandet. Nach Angaben von Airbus war die Maschine 18 Jahre alt und stand seit September im Dienst von Sudan Airways. (dapd)

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