Schläger von München: Urteil im Schläger-Prozess verzögert sich
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Schläger von MünchenUrteil im Schläger-Prozess verzögert sich

Mit mehreren Stunden Verspätung hat das Gericht den Prozess am Montag wieder aufgenommen. Nun wird das Urteil nicht wie geplant verkündet.

von
amc

Das Münchner Gericht hat am Montag den Prozess gegen die drei Goldküsten-Schläger mit mehreren Stunden Verspätung aufgenommen: Der Angeklagte Benji D. war nicht vor Gericht erschienen. Wie das Gericht in einer Presseerklärung vom Dienstag schreibt, gab es «organisatorische Schwierigkeiten beim Transport». Was das konkret heisst, ist simpel: Zwischen der JVA Neuburg-Herrenwörth und der Polizei gab es eine Informationspanne. «Irgendwo ist die Info untergegangen, wo sie geblieben ist, ist immer noch nicht klar», sagt die Sprecherin des Münchner Gerichts, Margerete Nötzel, gegenüber 20 Minuten Online.

Trotz der Infopanne und der Verspätung konnten die geladenen Zeugen am Montag vernommen werden: Ausgesagt haben zwei weitere Mitschüler, zwei Lehrer und ein Ermittlungsbeamter der Polizei. Der Beamte äusserte sich zur Spurenlage am Tatort. Wann die Sachverständige des Instituts für Rechtsmedizin zur Spurenlage (DNA-Befund) und die Eltern der Angeklagten vom Gericht angehört werden, steht noch nicht fest, wie es in der Pressemitteilung heisst. Ebenso wenig stehe fest, «ob, wie und wann die beiden Mitschüler vernommen werden, die zum Termin am 11. März 2010 nicht erschienen sind». Die beiden Schüler blieben aufgrund von Angstzuständen dem Gericht fern.

Nächster Termin am 6. April

Sicher ist bisher nur der nächste Gerichtstermin: Am 6. April 2010 wird der Prozess mit der Vernehmung weiterer Zeugen aufgenommen. Einer der Hauptzeugen werden an diesem Tag die behandelnden Ärzte des schwer verletzten Kaufmanns Wolfgang O. sein.

Das Urteil im Fall war ursprünglich für den 7. April geplant. Wie es aktuell aussieht, wird das Urteil aber dann nicht verkündet. Wie das Gericht in der Pressemitteilung schreibt, kann «nach Lage der Dinge derzeit nicht davon ausgegangen werden». Einen möglichen nächsten Termin für den Richterentscheid gab das Gericht noch nicht bekannt.

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