Aktualisiert 29.09.2009 15:51

Urteil rechtskräftig

Urteil zu Vergewaltigung auf dem WC akzeptiert

Unerwartete Wende in einem
Vergewaltigungsfall in der Stadt Zürich: Am Dienstag hätte am Obergericht der Fall eines 24- jährigen Täters neu verhandelt werden sollen. Doch der Staatsanwalt zog die Berufung im letzten Moment zurück.

Das Urteil des Bezirksgerichtes vom Oktober 2008 wird somit rechtskräftig und das Strafmass bei zwei Jahren bedingter Freiheitsstrafe belassen. Die Probezeit beträgt vier Jahre.

Die Tat ereignete sich in der Nacht auf den 12. Februar 2008. Ein bereits vorbestrafter Türke aus dem Kanton Aargau sprach in einem türkischen Restaurant an der Langstrasse eine 17-jährige Schweizerin an und folgte ihr auf die Toilette.

Als die junge Frau seine 50 Franken für sexuelle Dienste ablehnte, drängte er sie in eine Kabine und vergewaltigte sie. Als die Frau kurz darauf die Polizei anrief, drohte der Täter damit, sie umzubringen.

Opfer akzeptierte Urteil

Im August hatte die Staatsanwaltschaft noch bekannt gegeben, für diesen Fall eine massive Straferhöhung auf vier Jahre unbedingt zu verlangen. Das Verhalten des Angeklagten nach der Tat habe ihn aber dazu bewogen, die Berufung zurückzuziehen, sagte Andreas Eckert, leitender Staatsanwalt, auf Anfrage der SDA.

Der Mann sei geständig gewesen, habe ehrliche Reue gezeigt, sich beim Opfer entschuldigt und Schmerzensgeld in der Höhe von 12 000 Franken bezahlt. «Ausschlaggebend war zudem, dass das Opfer das Urteil akzeptiert hat.» Die Staatsanwaltschaft werde den Fall deshalb nicht ans Obergericht weiterziehen. (sda)

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