Suarez: Uruguayer wittern Verschwörung
Aktualisiert

SuarezUruguayer wittern Verschwörung

Die Fifa-Disziplinarkommission setzt die Untersuchungen im Fall Luis Suarez am Donnerstag fort. Die Uruguayer verlangen für ihren Superstar einen Freispruch.

Man habe keine Nachricht der Fifa erhalten, sagte Uruguays Verbandspräsident Wilmar Valdez am späten Mittwochabend: «Wir wissen nicht, warum es noch keinen Entscheid gab.»

Die Fifa habe als einzigen Beweis ein Video vorgebracht, auf dem aber kein Biss von Suarez gegen den italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini zu sehen gewesen sei, sagte Valdez.

Suarez droht lange Sperre

«Aufgrund der Beweise gibt es keinen Grund für eine Strafe», behauptete der Verbandschef. Suarez droht nach der offensichtlichen Biss-Attacke gegen Chiellini beim 1:0-Sieg Uruguays gegen Italien jedoch eine lange, vielleicht sehr lange Sperre.

Der uruguayische Verband hat nach eigenen Angaben «starke Argumente» bei der Verteidigung des 27-jährigen Stars des FC Liverpool. Der Verband sei von der Unschuld des Stürmers überzeugt, sagte Exekutivkomitee-Mitglied Alejandro Balbi uruguayischen Medienberichten zufolge.

Kampagne gegen Uruguay?

Er sei sich aber «sehr bewusst, dass es grossen Druck von ausländischen Medien, europäischen und amerikanischen, gebe, ebenso von einigen kolumbianischen und brasilianischen». Balbi sprach von einer Kampagne.

Balbi witterte englischen Medienberichten zufolge einen Komplott: «Man darf nicht vergessen, dass wir die Rivalen von vielen sind und auch für Brasilien in der Zukunft werden können.» Sogar Uruguays Präsident Jose Mujica nahm Suarez in Schutz: «Er wurde nicht als Philosoph oder Mechaniker oder wegen seiner guten Manieren auserwählt, er ist einfach ein guter Spieler», sagte Mujica, der auch forderte, man solle Suarez in Ruhe lassen.

Derweil hat Suarez' Biss-Angriff in sozialen Netzwerken ein Feuerwerk an Fotomontagen und Kommentaren ausgelöst. Ein auf Twitter veröffentlichtes Bild zeigte beispielsweise den 27-Jährigen mit der Maske des Kannibalen Hannibal Lecter aus dem Kinothriller «Das Schweigen der Lämmer». McDonald's in Uruguay versuchte seinerseits, die unsportliche Attacke für Werbezwecke zu nutzen. «Wenn du noch hungrig bist, komm und beiss in einen BigMac», schrieb die Imbisskette auf ihrem Twitterkonto.

Hola @luis16suarez, si te quedaste con hambre vení a darle un mordisco a una BigMac ;)- McDonald's Uruguay (@McDonalds_Uy) 24. Juni 2014

endlich ein Bild von dem #suarez Zwischenfall, das garantiert nicht mit photoshop bearbeitet wurde. pic.twitter.com/GbNGf75QUS- Gregor (@Der_Gregor) 26. Juni 2014

Verschwörung gegen #suárez: "Ich habe ihn gar nicht gebissen. Es war die ganze Mannschaft" #wm2014#teamwork#srfbrasil#shaqirinterview- i am (@fab_farg) 26. Juni 2014

Suarez gonna have to wear this for the rest of the World Cup pic.twitter.com/T8UkicBKdC- SC Not Top Ten (@SCNotTopTen) 26. Juni 2014

#Merkel lässt keinen #WM-Trend aus. #Suarezpic.twitter.com/zHXZjgqI8F- extra3 (@extra3) 25. Juni 2014

(si)

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