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US-Ärztin will erstmals Gesicht transplantieren

Es erinnert an den Film «Face Off»: In den nächsten Wochen soll erstmals ein Gesicht transplantiert werden.

Die Weltpremiere strebt US-Chirurgin Maria Siemionow an: Sie will einer 23-jährigen Irakerin, deren Gesicht bei einem Bombenattentat völlig entstellt wurde, das Gesicht einer toten Person verpflanzen. Die Genehmigung für den ethisch umstrittenen Eingriff liegt vor. Der Schädel der Patientin sei

«eine einzige Wunde mit Augen und Zähnen», so Siemionow. Die 55-jährige Ärztin und ihr Team aus Cleveland (Ohio) warten nun auf einen geeigneten Spender.

Es besteht ein grosses Risiko, dass das Gesicht nach der bis zu 36-stündigen Operation abgestossen wird. Um das zu verhindern, muss die Patientin wahrscheinlich lebenslang mit starken Medikamenten behandelt werden, welche die Immunreaktion unterdrücken.

Auch der Basler Starchirurg Gerhard Pierer will als einer der ersten Mediziner weltweit ein Gesicht verpflanzen. «Das Tabu Gesichtstransplantation muss fallen», sagte er Anfang Jahr.

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