US-Air-Marshals töteten erstmals
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US-Air-Marshals töteten erstmals

Erstmals hat in den USA ein so genannter Air Marshal einen Menschen erschossen. Der offenbar geistig verwirrte Passagier hatte an Bord einer American-Airlines-Maschine behauptet, er habe eine Bombe in seinem Gepäck.

Beim Erschossenen handelt es sich um den US-Bürger Rigoberto Alpizar. Der Mann rannte kurz vor dem Start nach Orlando in der Maschine mit den Armen fuchtelnd den Gang entlang. Der 44-Jährige stiess dabei Drohungen aus und erklärte, er habe eine Bombe bei sich (20 Minuten berichtete).

Air Marshals stellten sich dem Mann in den Weg. Weil er sich aber nicht ergeben wollte, eröffneten sie das Feuer. Später teilte die Polizei mit, im Handgepäck des Erschossenen sei keine Bombe gefunden worden.

Nach Angaben einer Augenzeugin erklärte die Ehefrau des Verdächtigen gleich zu Beginn des Zwischenfalls, ihr Mann leide an einer manisch-depressiven Erkrankung und habe seine Medikamente nicht genommen.

Es ist der erste Fall, in dem bewaffnete US-Flugbegleiter einen Menschen erschossen haben. Air Marshals werden in den USA seit einer Entführungswelle in den 70er Jahren eingesetzt. Gab es vor den Anschlägen des 11. September 2001 nach offiziellen Angaben nur 33 solche bewaffneten Flugbegleiter, soll ihre Zahl heute in die Tausende reichen.

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