Black Hawk in Dübendorf: «US-Armee muss sich an unsere Regeln halten»

Aktualisiert

Black Hawk in Dübendorf«US-Armee muss sich an unsere Regeln halten»

Am WEF wird hoher Besuch erwartet, womöglich kommt es gar zum ersten Schweiz-Besuch von US-Präsident Barack Obama. Alles über die Heli-Vorhut.

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gbr

Ein Black Hawk der US-Armee beim Anflug auf Dübendorf.

Die Rotorengeräusche auf dem Militärflugplatz Dübendorf am Freitag kurz nach 12.30 Uhr stammen nicht von Maschinen der Schweizer Luftwaffe: Nach und nach setzen fünf Black Hawks der US-Streitkräfte auf Zürcher Kantonsgebiet auf. Die wuchtigen Transporthelikopter, hergestellt seit 1977 in immer moderneren Varianten von der Sikorsky Aircraft Corporation, sind direkt aus Deutschland in die Schweiz geflogen, vom Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim (engl.: Wiesbaden Army Airfield), 30 Kilometer westlich des Flughafens Frankfurt. Der Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim gehört zur Lucius-D.-Clay-Kaserne – dem Hauptquartier der US-Armee in Europa (USAREUR).

«Fünf Black Hawks der US-Armee sind heute in Dübendorf gelandet. Sie kamen direkt aus Wiesbaden», bestätigt Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation Luftwaffe, gegenüber 20 Minuten. Und er bestätigt auch: «Die Maschinen sind im Zusammenhang mit dem WEF hier.» Wer aber an Bord der Black Hawks nach Davos fliegen wird – John Kerry? Joe Biden? Oder gar Präsident Barack Obama? –, das ist nicht zu erfahren: «Zu Passagieren geben wir keine Auskunft», so Nussbaum.

Reine Routine?

Nussbaum sagt, die Helikopter der US-Armee im Schweizer Luftraum seien nichts Besonderes: «Dass ausländische Helikopter hier fliegen, ist nichts Aussergewöhnliches: Sie haben sich an unsere Flugvorschriften zu halten wie unsere Maschinen und genauso wie Schweizer Helikopter, wenn sie im Ausland fliegen.» Ausserdem sagt der Sprecher der Schweizer Luftwaffe: «Die Maschinen sind unbewaffnet.»

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