09.10.2020 17:25

Augmented RealityUS-Armee will Hunde mit AR-Brillen ausstatten

Hunden Befehle direkt in ihr Blickfeld einblenden zu können, ohne dafür neben ihnen stehen zu müssen – daran arbeitet das amerikanische Militär.

von
Dominique Zeier
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So sehen die AR-Brillen aus, welche die US-Armee testet. 

So sehen die AR-Brillen aus, welche die US-Armee testet.

Foto: Command Sight
Der Tester-Hund heisst Mater und gehört dem Gründer der Firma Command Sight, welche die Brillen entwickelt hat. 

Der Tester-Hund heisst Mater und gehört dem Gründer der Firma Command Sight, welche die Brillen entwickelt hat.

Foto: Command Sight
Sie sollen dabei helfen, Hunde aus der Ferne durch gefährliche Situationen zu navigieren. 

Sie sollen dabei helfen, Hunde aus der Ferne durch gefährliche Situationen zu navigieren.

Foto: US-Armee

Darum gehts

  • Die US-Armee testet Brillen, die ihren Trägern – in diesem Fall Hunden – digitale Befehle einblenden können.
  • Das soll die «Fernsteuerung» der Hunde erleichtern.
  • So sollen die Tiere sicher aus gefährlichen Situationen herausgelotst werden, ohne dass ihre Trainer neben ihnen stehen müssen.

Hunden eine Brille anzuziehen, klingt zuerst einmal absurd. Dennoch testet die Armee in den USA genau dies. Es handelt sich dabei nicht etwa um Brillen, die das Sehvermögen von Hunden verbessern sollen, sondern um Augmented-Reality-Brillen oder AR-Brillen. Diese zeigen die Welt um die Tiere herum, wie sie ist, fügen digital aber gewisse Details in ihr Blickfeld ein.

Entwickelt wurden die Brillen von der Firma Command Sight in Zusammenarbeit mit dem Forschungslabor
der Armee. Sie sollen dazu eingesetzt werden, Hunde in gefährlichen Situationen aus der Ferne heraus kommandieren zu können. So soll es möglich sein, die Tiere sicher aus einer Gefahrenzone herauszulotsen, ohne direkt neben ihnen stehen zu müssen.

Brillen massgeschneidert

Normalerweise kommandieren die Armee-Trainer ihre Hunde mittels Handsignalen. Dank der AR-Brille können sie den Hunden aber auch aus der Ferne Signale ins Sichtfeld einblenden, die den Hunden klar vermitteln, wie sie sich zu verhalten haben oder wohin sie sicher laufen können. Ausserdem können die Trainer in Echtzeit mitverfolgen, was der Hund gerade sieht.

Stephen Lee, Wissenschaftler am Forschungslabor der US-Armee, erklärt gegenüber BBC, dass die AR-Brillen für Hunde sich von jenen für Menschen vor allem in einer Hinsicht unterscheiden: «Die AR-Brillen sind einzig dazu gemacht, den Hunden Befehle zu erteilen. Die Hunde können nicht wie Menschen mit den virtuellen Symbolen interagieren.» Ausserdem können den Tieren nur Befehle eingeblendet werden, auf die sie zuvor trainiert wurden.

Jede der Brillen, die getestet werden, sind für den Hund, der sie tragen soll, massgeschneidert. Noch befindet sich die Technologie aber in den Kinderschuhen und muss erst noch ausgefeilt werden. Man sei aber sehr zuversichtlich und mache grosse Fortschritte, heisst es von der Firma Command Sight. Tatsächlich hat der Gründer des Unternehmens, AJ Peper, einen Grossteil der bisherigen Versuche an seinem eigenen Hund Mater durchgeführt (siehe Bildstrecke) und zeigt sich äusserst zufrieden.

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13 Kommentare
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Rin Tin Tin und Rusty

10.10.2020, 19:52

Soeben wurden 101 Dalmatiner mit halbautomatischen Nachtsicht-Leuchtgamaschen ausgerüstet und in den Bereitstellungsraum verschoben

Lola

10.10.2020, 14:17

Hat denen schon mal jemand gesagt, dass Hunde Lebewesen sind und Gefühld haben? Sie haben mehr Gefühle als sehr viele Menschen, sieht man bei diesem Projekt. Wieso bauen die keine Roboterhunde und machen das mit denen? Wäre sowieso an der Zeit, dass man bei gewissen Einsetzen keine Tiere mehr verwendet, denn der Mensch setzt sich ja auch nicht in Gefahr, um zum Beispiel ein Mienenfeld zu suchen, der Hund muss nämlich herheben lder eine Ratte. Schon früher wurden Tiere wie Pferde verwendet, bei Yokus über frühere Schlachten denke ich immer: die armen Pferde. Hört entlich auf die Tiere für eure Macht zu missbrauchen.

Emil Vanderhut

10.10.2020, 13:32

Hunde an die Macht