SEEK II: US-Army setzt auf mobile Gesichtsscanner

Aktualisiert

SEEK IIUS-Army setzt auf mobile Gesichtsscanner

Im Kampf gegen den Terrorismus spielen Hightech-Geräte eine zentrale Rolle. Mit ihrer Hilfe werden systematisch Personendaten erfasst und mit einer riesigen Datenbank abgeglichen.

von
mbu
SEEK II: Fingerabdruck- und Gesichtsscanner in einem Gerät.

SEEK II: Fingerabdruck- und Gesichtsscanner in einem Gerät.

Damit bei Kontrollen keine gesuchten Personen durch die Lappen gehen, setzen die US-Streitkräfte auf Hightech. Konsequent werden die biometrischen Daten der in Krisenregionen anwesenden Personen erfasst und archiviert. Besteht der Verdacht, dass sich jemand etwas zu Schulden hat kommen lassen, wird dies in der stetig wachsenden Datenbank beim entsprechenden Profil vermerkt.

Bleibt die verdächtige Person in einer zukünftigen Kontrolle hängen, schlagen die Geräte Alarm. Zudem nutzen die Streitkräfte die Informationen, um Bewegungsprofile zu erstellen.

Die US-Army setzt auf Hightech-Erfassungsgeräte der Firma Cross Match Technologies. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als «weltweiter Anbieter von hochwertigen multimedialen

biometrischen Identitätsmanagementlösungen.» Die Produktpalette beinhaltet Fingerscanner, Geräte zur Gesichtserkennung und Iriserfassung sowie Dokumentenleser.

Abgleich innert Sekunden

Laut einem Bericht des US-Technologie-Magazins wired.com werden beispielsweise mit Hilfe des sogenannten Secure Electronic Enrollment Kits (SEEK) Gesichts- und Iris-Scans sowie Fingerabdrücke gesammelt. Das weniger als zwei Kilogramm schwere Gerät gleicht innerhalb weniger Sekunden die so erfassten Informationen mit einer Datenbank der US-Army ab. Stehen weder WiFi noch Mobilfunknetz zur Verfügung, lässt sich der SEEK alternativ auch über eine USB-Schnittstelle mit einem Computer verbinden. Zudem verfügt das Gerät über einen internen Speicher, auf dem Tausende von Datensätzen abgelegt werden können.

Gemäss der nicht näher beschriebenen Quelle ist die digitale Erfassung von Fingerabdrücken aufgrund der geringeren Anzahl Störfaktoren noch deutlich zuverlässiger als ein Gesichtsscan.

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