US-Ausschuss fordert: Japan muss sich entschuldigen
Aktualisiert

US-Ausschuss fordert: Japan muss sich entschuldigen

Japan soll sich nach einem Beschluss des aussenpolitischen Ausschusses im US-Repräsentantenhaus ausdrücklich für die Zwangsprostitution tausender Frauen während des Zweiten Weltkrieges entschuldigen.

Bis zu 200.000 Frauen, überwiegend aus Korea und China, waren Historikern zufolge damals von den Streitkräften als Sexsklavinnen eingesetzt worden. Dennoch habe Japan im Umgang mit dem Thema aktiv einen «historischen Gedächtnisschwund» gefördert, kritisierte der demokratische Ausschussvorsitzende Tom Lantos.

Das Land solle seine geschichtliche Verantwortung für das Leid der so genannten «Trostfrauen» auf klare und unmissverständliche Weise anerkennen, akzeptieren und sich dafür entschuldigen, heisst es in der Resolution. Kritiker der Forderung erklärten dagegen, Japan habe sich in der Vergangenheit bereits mehrmals für die Militärbordelle entschuldigt - zuletzt während des Besuchs des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Washington im April. Die mit 39 zu zwei Stimmen beschlossene Resolution soll nun im Repräsentantenhaus zur Abstimmung gestellt werden. (dapd)

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