Order von oben: US-Beamten ist der Gang zur Toilette oft zu weit
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Order von obenUS-Beamten ist der Gang zur Toilette oft zu weit

In einem internen Mail werden die Mitarbeiter der Umweltbehörde in Denver, Colorado, aufgefordert, sich nicht mehr im Korridor zu erleichtern.

von
kmo

Das Management der Umweltbehörde in Denver, Colorado, verschickte seinen Angestellten ein E-Mail mit brisantem Inhalt: Die Beamten sollen es doch künftig unterlassen, unangemessenes Badezimmer-Verhalten - wie etwa das Verstopfen der Toiletten mit Papiertüchern - an den Tag zu legen. Explizit werden sie auch darauf hingewiesen, dass es nicht gestattet ist, sein grosses Geschäft im Korridor zu verrichten, denn genau das soll vorgekommen sein, wie die US-Beamten-Zeitung «Government Executive» schreibt.

Um ihrer Bitte Nachdruck zu verleihen, zitierte das Management einen «nationalen Experten» zum Thema Gewalt am Arbeitsplatz, der darauf hinwies, dass Kot ein grosses Gesundheits- und Sicherheitsrisiko sei. Die Geschäftsleitung setzt nun alles daran, das fehlbare Individuum zu identifizieren und zu bestrafen, und fragt nach Zeugen.

Pornos, Spion, TV-Zimmer

Es ist nicht der erste Vorfall, der in der US-Umweltbehörde für Schlagzeilen sorgt. So wurde im Juni 2013 bekannt, dass sich die Angestellten eines Ablegers im US-Bundesstaat Maryland in einer Lagerhalle der Behörde einen geheimen und gut getarnten Hobbyraum mit Sesseln, Bar und einem Fernseher eingerichtet haben. Dort sollen sie es sich während der Arbeitszeit gemütlich gemacht haben.

Im Dezember 2013 flog ein Top-Angestellter der Umweltbehörde auf, der sich als CIA-Agent ausgab, um seine monatelangen Absenzen zu rechtfertigen. Und erst diesen Mai erfuhr die Öffentlichkeit laut «Government Executive», dass ein anderer Beamter täglich 2 bis 6 Stunden Pornofilme auf seinem Computer konsumierte.

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