Coronavirus – US-Behörden erlauben Booster für alle ab 18
Publiziert

CoronavirusUS-Behörden erlauben Booster für alle ab 18

Nach der Arzneimittelbehörde hat nun auch die Gesundheitsbehörde in den USA Booster-Impfungen für alle Erwachsenen grünes Licht gegeben.

1 / 3
Wer sich hier in New York gegen das Virus impfen lassen möchte, muss einen Impfausweis und die Identitätskarte vorweisen.

Wer sich hier in New York gegen das Virus impfen lassen möchte, muss einen Impfausweis und die Identitätskarte vorweisen.

AFP
Booster sind jetzt für alle ab 18 Jahren möglich.

Booster sind jetzt für alle ab 18 Jahren möglich.

AFP
Bisher konnten sich nur über 65-Jährige und solche mit geschwächtem Immunsystem zum dritten Mal impfen lassen.

Bisher konnten sich nur über 65-Jährige und solche mit geschwächtem Immunsystem zum dritten Mal impfen lassen.

AFP

Darum gehts

  • Auffrischungsimpfungen sind jetzt auch in den USA für alle Erwachsenen möglich.

  • Doch es gibt Kritik am sogenannten Booster.

  • Es sei wichtiger, noch Ungeimpfte gegen Covid-19 zu immunisieren als Drittimpfungen zu verabreichen.

  • Bislang waren Booster in den USA über 65-Jährigen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem vorbehalten.

Die Arzneimittelbehörde FDA genehmigte am Freitag für alle Menschen ab 18 Jahren Drittimpfungen mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna. Die Auffrischungen sechs Monate nach der zweiten Corona-Impfdosis würden dabei helfen, «anhaltenden Schutz gegen Covid-19, einschliesslich gegen mögliche schwerwiegende Folgen wie Spitaleinweisungen und Tod» zu bieten, begründete die amtierende FDA-Chefin Janet Woodcock die Entscheidung. Ein von der Gesundheitsbehörde CDC einberufenes Expertengremium billigte die FDA-Entscheidung.

Demnach «sollen» alle Menschen über 50 Jahren auch ohne Vorerkrankungen eine Booster-Impfung erhalten, Menschen zwischen 18 und 50 Jahren «können» diese Möglichkeit aber ebenfalls nutzen. CDC-Chefin Rochelle Walensky unterzeichnete die Empfehlungen des Expertengremiums und erklärte, die Auffrischungsimpfungen seien «ein wichtiges Werkzeug für die öffentliche Gesundheit, um unsere Abwehr gegen das Virus zu stärken, jetzt, da die Winterferien anstehen».

Moderna-Chef Stéphane Bancel erklärte: «Diese Notfallzulassung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da die Wintermonate kommen und es landesweit eine Zunahme von Covid-19-Fällen und Krankenhauseinweisungen gibt.»

Bislang waren Auffrischungsimpfungen mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna in den USA bereits für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Senioren ab 65 Jahren, 18- bis 64-Jährige mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sowie Erwachsene in Berufen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko verfügbar.

Schon länger zugelassen ist ausserdem eine Booster-Impfung für alle Erwachsenen, die das Vakzin von Johnson & Johnson erhalten haben, bei dem ursprünglich nur eine Dosis verabreicht wurde. Sie können sich bereits zwei Monate nach der J&J-Spritze eine weitere Impfspritze egal von welchem Hersteller holen.

Booster nicht unumstritten

Bei der Drittimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer liegt die Dosierung wie bei den ersten beiden Impfspritzen bei 30 Mikrogramm. Bei Moderna wird die Dosierung bei der Booster-Impfung auf 50 Mikrogramm halbiert.

Nach Angaben der CDC haben in den USA bereits knapp 32,5 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung bekommen. Die Freigabe für alle Erwachsenen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Corona-Infektionszahlen landesweit wieder steigen und eine fünfte Welle der Pandemie auf das Land zukommt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt derzeit bei rund 85’000, Ende Oktober waren es noch rund 70’000 Fälle täglich gewesen.

Kritiker und Kritikerinnen geben zu bedenken, es sei wichtiger, noch Ungeimpfte gegen Covid-19 zu immunisieren als Drittimpfungen zu verabreichen. Global gesehen ist die Verabreichung von Booster-Impfungen deshalb umstritten, weil in ärmeren Ländern nicht genügend Impfstoff für eine Grundimmunisierung zur Verfügung steht. Dies erhöht das Risiko, dass sich in diesen Regionen gefährlichere Varianten des Covid-19-Erregers entwickeln. Gegen diese könnten die vorhandenen Impfstoffe womöglich nicht so gut oder gar nicht helfen, sodass sie sich in aller Welt ausbreiten könnten.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(AFP/roy)

Deine Meinung

3 Kommentare