50 Tote Migrantinnen: Mexikos Präsident spricht von einer «schrecklichen Schande» in Texas

Aktualisiert

50 Tote MigrantinnenMexikos Präsident spricht von einer «schrecklichen Schande» in Texas

Die 50 Toten wurden vermutlich Opfer eines Menschenschmugglers. Sie wurden nahe der mexikanischen Grenze im US-Bundesstaat Texas gefunden. 

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Die Leichen von 50 mutmasslichen Migrantinnen und Migranten sind in einem Lastwagen im Grossraum der texanischen Stadt San Antonio gefunden worden.

Die Leichen von 50 mutmasslichen Migrantinnen und Migranten sind in einem Lastwagen im Grossraum der texanischen Stadt San Antonio gefunden worden.

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Zudem sind gemäss der Feuerwehr 16 Menschen aus dem Wageninneren geholt und mit Verdacht auf Hitzschlag in Spitäler gebracht worden.

Zudem sind gemäss der Feuerwehr 16 Menschen aus dem Wageninneren geholt und mit Verdacht auf Hitzschlag in Spitäler gebracht worden.

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Hinter dem tragischen Vorfall vermutet die Polizei den fehlgeschlagenen Versuch, Migrantinnen und Migranten in die USA zu schmuggeln.

Hinter dem tragischen Vorfall vermutet die Polizei den fehlgeschlagenen Versuch, Migrantinnen und Migranten in die USA zu schmuggeln.

Getty Images via AFP

Darum gehts

  • In einem Lastwagen nahe der mexikanischen Grenze wurden 50 Leichen gefunden. 

  • Bei den Menschen handelt es sich vermutlich um Migrantinnen und Migranten, die versucht haben sollen, illegal in die USA einzureisen.

  • Über die Todesursache ist bisher noch nichts bekannt. 

In einem Lastwagen im Grossraum der texanischen Stadt San Antonio sind die Leichen von 50 mutmasslichen Migrantinnen und Migranten entdeckt worden. 16 Menschen seien aus dem Wageninneren geholt und mit Verdacht auf Hitzschlag in Spitäler gebracht worden, teilte die Feuerwehr mit.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López bestätigte mittlerweile, dass bei der Tragödie 50 Menschen ums Leben gekommen sind. «Bisher gibt es 50 Tote: 22 aus Mexiko, sieben aus Guatemala, zwei aus Honduras und 19 ohne Angaben zur Nationalität.»

Die Polizei vermute hinter der Tragödie einen fehlgeschlagenen Versuch, Migrantinnen und Migranten in die USA zu schmuggeln, hiess es aus Behördenkreisen. Drei Personen wurden in Gewahrsam genommen und die Ermittlungen an Bundesbeamte übergeben.

Auf einer abgelegenen Strasse im Südwesten von San Antonio sei ein städtischer Mitarbeiter durch einen Hilfeschrei am Montag (Ortszeit) kurz vor 18 Uhr auf eine Notlage aufmerksam gemacht worden, sagte Polizeichef William McManus. Beamte seien dann vor dem Anhänger des Lastwagens auf eine Leiche gestossen, die Anhängertür sei angelehnt gewesen.

Drei Personen wurden in Gewahrsam genommen

Der mexikanische Generalkonsul Rubén Minutti wurde an den Ort des Geschehens entsandt, und das Konsulat in San Antonio erklärte, es werde «alle Unterstützung» leisten, falls mexikanische Staatsbürger unter den Toten seien.

Drei Personen wurden im Zusammenhang mit dem grausigen Fund in Gewahrsam genommen, wie Polizeichef McManus sagte. Ob sie mit dem mutmasslichen Menschenschmuggel etwas zu tun hatten, sei aber noch unklar. Die Ermittlungen habe das Heimatschutzministerium übernommen.

Beobachter sprachen von einer der bisher schlimmsten Tragödien rund um versuchte Grenzüberquerungen von Migranten mit dem Ziel der USA. 2017 wurde für zehn Migranten ein vor einem Supermarkt geparkter Lastwagen zur Todesfalle. Im Jahr 2003 wurden 19 Migranten tot in einem siedend heissen Laster südöstlich von San Antonio aufgefunden. 

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von Zwangsprostitution und/oder Menschenhandel betroffen?

Hier findest du Hilfe:

ACT 212, Nationale Meldestelle gegen Menschenhandel, Tel. 0840 212 212

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

(afp/sys/fos)

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