US-Bischof wegen Fahrerflucht verurteilt
Aktualisiert

US-Bischof wegen Fahrerflucht verurteilt

Zum ersten Mal in der Geschichte der USA ist ein katholischer Bischof wegen eines Verbrechens schuldig gesprochen worden.

Eine Geschworenen-Jury in Phoenix (Arizona) kam am Dienstag zu dem Schluss, dass der Geistliche Thomas O'Brien im Juni letzten Jahres Unfallflucht beging, nachdem er einen Fussgänger überfahren und getötet hatte.

Dem Bischof, der 21 Jahre an der Spitze der Diözese Phoenix gestanden hatte und nach der Anklageerhebung zurückgetreten war, droht nun eine Höchststrafe von 45 Monaten Haft.

Der Hinweis eines Augenzeugen, der sich einen Teil des Nummernschilds merken konnte, hatte die Polizei seinerzeit zum Bischofssitz geführt. Der inzwischen 68-jährige O'Brien sagte aus, er habe gedacht, er hätte einen Hund oder eine Katze überfahren.

Die Polizei und offensichtlich nun auch die Geschworenen hielten das für unglaubwürdig, weil das Opfer ein stämmiger Mann mit mehr als 100 Kilogramm Körpergewicht war und die Windschutzscheibe des Bischofsfahrzeuges einen grossen Sprung aufwies.

(sda)

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