Aktualisiert 12.06.2020 01:17

Corona- und Konjunktursorgen

US-Börsen stürzen ab

Steigende Infektionszahlen in den USA und pessimistische Prognosen der US-Notenbank setzen den Märkten heftig zu. Es ist der grösste Einbruch seit Mitte März.

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Um 6,90 Prozent brach der US-Leitindex Dow Jones am Donnerstag ein. Eine düstere Konjunktureinschätzung und die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle trieben die Anleger in die Flucht.

Um 6,90 Prozent brach der US-Leitindex Dow Jones am Donnerstag ein. Eine düstere Konjunktureinschätzung und die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle trieben die Anleger in die Flucht.

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Mit 25'128,17 Punkte fand er sich damit auf dem Niveau von Ende Mai wieder ein. Dies war der grösste prozentuale Tagesverlust auf Schlusskursbasis seit März.

Mit 25'128,17 Punkte fand er sich damit auf dem Niveau von Ende Mai wieder ein. Dies war der grösste prozentuale Tagesverlust auf Schlusskursbasis seit März.

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Darum gehts

  • Der US-Leitindex Dow Jones ist am Donnerstag um 6,90 Prozent eingebrochen.
  • Dies war der grösste prozentuale Tagesverlust seit März.
  • Die US-Notenbank hat eine düstere Einschätzung der Wirtschaftslage vorgenommen.
  • Zudem wird eine zweite Corona-Welle befürchtet.

Eine düstere Konjunktureinschätzung durch die US-Notenbank Fed und die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle haben die Anleger an der Wall Street in die Flucht getrieben. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial brach am Donnerstag um 6,90 Prozent ein.

Mit 25'128,17 Punkte fand er sich damit auf dem Niveau von Ende Mai wieder ein. Dies war der grösste prozentuale Tagesverlust auf Schlusskursbasis seit März. Zwischenzeitlich wäre der Dow fast unter die Marke von 25'000 Punkten gesackt. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Ende um 5,89 Prozent auf 3002,10 Punkte nach unten.

Jobverluste und steigende Infektionszahlen

Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell hatte bereits zur Wochenmitte angesichts der schweren Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie klare Worte gefunden. Er sagte, dass ein erheblicher Teil der Jobverluste dauerhaft sein könnte. Hinzu kamen neue Infektionszahlen: In einigen südlichen US-Staaten wie Florida und Texas stiegen die Neuinfektionen wieder. «Wir erwarten die Wiedereinführung einiger Corona-Beschränkungen in einigen Städten oder Staaten in den kommenden Wochen», teilte das britische Analysehaus Pantheon mit.

In diesem Umfeld machten viele Anleger weiter Kasse. So war der Dow erst zum Wochenstart mit 27'580 Punkte auf den höchsten Stand seit Ende Februar klettert. Das war ein Plus von mehr als 50 Prozent seit dem Corona-Crashtief im März. Nicht weniger Börsianer hatten bereits von einer Überhitzung des Marktes wegen der Billiggeldflut der Notenbanken gesprochen, die nichts mehr mit den realen Wirtschaftsperspektiven zu tun habe.

Der techwerte-lastige Nasdaq 100 war sogar auf ein Rekordhoch gestiegen und knickte nun um 5,01 Prozent auf 9588,48 Punkte ein. Die Powell-Äusserungen scheinen die Anleger nun ein Stück weit in die Realität zurückgeholt zu haben.

(SDA)

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24 Kommentare
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Zitat Trump

13.06.2020, 23:17

Schuld ist immer nur der Präsident. Wie recht er doch hat. (aber nur für dies eine mal)

Geduld Freund

13.06.2020, 21:33

Keine Sorge, ab dem vierten Quartal wird die amerikanische Wirtschaft stärker werden als je zuvor. Trump hats versprochen, und der schwindelt doch nicht, oder? Und irren kann sich das grösste Genie der amerikanischen Geschichte sowieso nicht, oder?

Malo

13.06.2020, 17:58

Coronakrise hat nur den reichen etwas gebracht. Ich bin bis heute überzeugt das es nie einen Coronavirus gegeben hat und wenn schon nicht stärker als eine harmlose Grippe. Man hat nur das Geld umverteilt zu den Grosskonzernen. Die kleinen Restaurants mussten schliessen weil keine Leute mehr kommen, jetzt gehen alle bei den grossen Fastfoodketten essen. Genau so wie es die geheime Regierung will. Und nein ich bin kein Verschwörungstheoretiker.