Aktualisiert 07.06.2006 21:08

US-Börsen unter 11000-Punkte-Marke

Nach dem Ausverkauf der vergangenen Tage haben die US-Börsen auch am Mittwoch nachgegeben. Der Dow-Jones- Index der Standardwerte schloss zum ersten Mal seit März unter der psychologisch wichtigen Marke von 11000 Zählern.

Der Dow-Jones-Index pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 11 077 Zählern und einem Tief von 10 928 Zählern. Er verliess den Handel 0,65 Prozent im Minus bei 10 930 Punkten.

Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,61 Prozent auf 1256 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 0,51 Prozent auf 2151 Zähler nach.

Zuvor hatte die US-Regierung über gestiegene Lagerbestände an Rohöl und Benzin berichtet. Auch deutete sich eine Entspannung im Atomstreit des Westens mit dem Ölexporteur Iran an. US-Rohöl gab darauf auf 70,61 Dollar je Fass (159 Liter) nach.

Schwergewicht Ölkonzerne

Dieser Preisrückgang belastete den Energiesektor und sorgte für das Minus beim Dow. So gaben die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil gaben 2,57 Prozent auf 58,85 Dollar nach. Der Dienstleister der Ölbranche Schlumberger verlor 5,39 Prozent auf 60,51 Dollar und lastete auch auf dem S&P.

«Die Ölkonzerne machen rund 20 Prozent des Marktes aus», sagte Todd Leone von Cowen & Co. Angesichts des gefallenen Ölpreises hätten die Konzerne Kursverluste hinnehmen müssen.

Tod eines Chefs sorgt für Kursgewinn

Im Dow Jones sorgte der Flugzeughersteller Boeing nach einer Heraufstufung für zumindest einige positive Impulse. Boeing gewann ein Prozent auf 81,46 Dollar.

Die Papiere des Konzerns L-3 Communications schossen 4,68 Prozent in die Höhe, als der Tod des Konzern-Chefs Spekulationen über eine mögliche Übernahme auslöste.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 4/32 auf 100-26/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 5,022 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 4/32 auf 91-01/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,087 Prozent. (sda)

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