Verdacht auf Kursmanipulation - US-Börsenaufsicht ermittelt wegen Aprilscherz gegen VW
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Verdacht auf KursmanipulationUS-Börsenaufsicht ermittelt wegen Aprilscherz gegen VW

Anfangs Monat platzierte Volkswagen zur E-Auto-Offensive in den USA einen Aprilscherz, man wolle den Konzern in «Voltswagen» umbenennen. Das hat nun unangenehme Folgen.

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Der vollelektrische Volkswagen ID.4 ist nun auch in den USA zu haben.

Der vollelektrische Volkswagen ID.4 ist nun auch in den USA zu haben.

REUTERS
Die Börsenaufsicht SEC in Washington D.C. ermittelt wegen eines Aprilscherzes gegen VW.

Die Börsenaufsicht SEC in Washington D.C. ermittelt wegen eines Aprilscherzes gegen VW.

Wikimedia Commons/ US Security and Exchange Commission Photo D Ramey Logan

Darum gehts

  • Ende März leistete sich VW USA zur Lancierung des E-Autos ID.4 einen Aprilscherz: Man wolle sich in «Voltswagen» umbenennen.

  • Der Scherz kam allerdings nicht gut an.

  • Nun ermittelt sogar die Börsenaufsicht SEC, ob so der Aktienkurs manipuliert wurde.

Volkswagen will mit seinem Elektroauto ID.4 in den USA Tesla Marktanteile abluchsen. Um die Werbetrommel für den E-Flitzer zu rühren, liess sich der Konzern einen besonderen Aprilscherz einfallen: In einer Medienmitteilung liess die US-VW-Tochter am 31. März verlauten, man wolle sich von Volkswagen in «Voltswagen» umbenennen. Die Medien nahmen den Hoax eifrig auf, erst am nächsten Tag deklarierte der Autobauer die Namensänderung als erfunden.

Nun könnte der Scherz juristische Folgen haben, wie der «Spiegel» berichtet. Die US-Börsenaufsicht US Security and Exchange Commission (SEC) will prüfen, ob der Konzern mit dem Scherz die Börsenkurse beeinflusst hat. Die Ermittlungen seien noch in einem frühen Stadium. VW bestätigte eine entsprechende Anfrage der SEC und gab an, mit den zuständigen Stellen zu kooperieren.

Allerdings hatte sich der Börsenkurs der Volkswagen Group of America in der fraglichen Zeit kaum verändert. VW gab auch an, man habe die Börse keineswegs beeinflussen wollen. Der Werbegag gelte intern mittlerweile als Fehlschlag – und habe möglicherweise die Glaubwürdigkeit des Konzerns beschädigt. VW war 2015 wegen manipulierter Schadstoff-Software in Dieselmodellen («Dieselgate») weltweit in die Schlagzeilen geraten.

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(trx)

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