Aktualisiert 20.01.2014 20:29

«Unmenschlichkeit»US-Botschafterin empört sich über Delfinjagd

Jedes Jahr werden in der Bucht Taiji in Japan Dutzende Delfine getötet. Die Tiere werden mit Speeren und Haken abgeschlachtet - zum Ärger der US-Botschafterin in Tokio.

von
bat

Jahr für Jahr färbt sich das Wasser vor dem japanischen Ort Taiji rot. Dort werden jeweils Dutzende Delfine in eine Bucht getrieben und mit Messern, Speeren und Haken getötet. Nach Tierschützern, wie etwa der Organisation Sea Shepherd, äusserte sich nun auch die amerikanische Botschafterin in Japan, Caroline Kennedy, kritisch zum Delfinfang.

Sie sei «zutiefst beunruhigt» über die «Unmenschlichkeit» des Tötens von Delfinen nach dem Prinzip der Treibjagd, schrieb Kennedy am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die US-Regierung sei gegen diese Form von Fischfang. Bei der Treibjagd werden die Delfine in einer Bucht zusammengetrieben, wo sie gefangen und später getötet werden.

Japan weist Kritik zurück

Japan hat die umstrittene Jagd auf Delfine vor der Westküste des Landes gegen Kritik aus den USA verteidigt. Das Fangen der Säugetiere erfolge gemäss Gesetz, sagte Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Montag in Tokio. «Der Delfinfang ist eine Form des traditionellen Fischfangs in unserem Land.» Er reagierte damit auf einen kritischen Kommentar der US-Botschafterin Kennedy.

Die Delfinjagd im Fischerdorf Taiji im Westen von Japan wird international kritisiert. Sie ist auch Thema der Oscar-prämierten Dokumentation «Die Bucht» aus dem Jahr 2009. (bat/sda)

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