Geheimnisverrat: US-Bürger muss in China hinter Gitter
Aktualisiert

GeheimnisverratUS-Bürger muss in China hinter Gitter

Zweieinhalb Jahre nach seiner Festnahme ist der US-Bürger Xue Feng von einem chinesischen Gericht zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Dem in China geborenen Geologen wurde vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Datenbank der Ölindustrie Staatsgeheimnisse weitergegeben zu haben. Sein Anwalt Tong Wei bezeichnete das am Montag in Peking verkündete Urteil als «sehr hart». Zu der Haftstrafe hinzu kommt noch eine Geldstrafe in Höhe von 200 000 Yuan (rund 31 000 Franken).

Der US-Botschafter in China, Jon Huntsman, war bei der Urteilsverkündung anwesend. In einer Erklärung äusserte sich die Botschaft «bestürzt» und forderte China auf, Xue aus humanitären Gründen freizulassen und ihn auszuweisen.

US-Präsident Barack Obama hatte Xues Fall bei einem Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao im November zur Sprache gebracht, wie damals aus Kreisen des Weissen Hauses verlautete. Xue soll während seiner Haftzeit misshandelt worden sein. (dapd)

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