US-Chef-Richter im Spital
Aktualisiert

US-Chef-Richter im Spital

Der Oberste US-Richter William Rehnquist ist kurzzeitig mit Fieber ins Spital eingeliefert worden.

Nach einigen Untersuchungen wurde er laut einem Sprecher des Obersten Gerichts wieder entlassen.

Im Oktober war bei Rehnquist Schilddrüsenkrebs festgestellt worden. Seine Krankheit hatte Spekulationen ausgelöst, wie lange er noch an der Spitze des höchsten US-Gerichts stehen kann. Rehnquist gehört seit mehr als 30 Jahren dem Gerichtshof an, davon knapp 19 Jahre als Chef.

Er ist zudem einer der einflussreichsten konservativen Mitglieder. Die neun Richter am Supreme Court sind auf Lebenszeit ernannt. Rehnquist hatte zuletzt angekündigt, so lange arbeiten zu wollen, wie es seine Gesundheit zulasse.

Die Besetzung von Richterposten ist in den USA immer auch ein politisch brisantes Thema. Kandidaten für frei werdende Sitze am Obersten Gericht werden vom Präsidenten vorgeschlagen, müssen aber vom Senat bestätigt werden.

Um die Nachfolge gibt es oft erbitterten Streit zwischen konservativen und liberalen Kräften. Mitte Juli hatte Präsident George W. Bush seine bislang erste Richter-Nominierung bekannt gegeben.

Er schlug den 50-jährigen Konservativen John Roberts als Nachfolger von Sandra Day O'Connor vor, die in den Ruhestand gehen will. Nach der Nominierung Roberts' wurde umgehend Kritik laut, Bush wolle das Gericht immer konservativer machen. (sda)

Deine Meinung