Aktualisiert 06.02.2008 23:42

US-Demokraten: Noch alles offen – mit Vorteil Clinton

Aus
demokratischer Sicht ist nach
dem «Super Tuesday» noch alles
offen. Mit Vorteil Clinton, glaubt
USA-Experte Erich Gysling.

John McCain wird Kandidat der Republikaner und zwischen Obama und Clinton ist noch alles offen. Teilen Sie diese Einschätzung?

Fast. McCain hat sich bei der Mitte der Republikaner definitiv durchgesetzt – die Rechte steht ihm aber noch mit einem gewissen Misstrauen gegenüber. Bei den Demokraten ist noch ziemlich viel offen. Der Vorsprung von Clinton ist nicht komfortabel. Zu 60 Prozent schafft sie es.

Obama ist zurzeit bei der Wahlkampffinanzierung erfolgreicher als Clinton. Beobachter in den USA glauben, dass dies den Ausschlag zu Gunsten des dunkelhäutigen Kandidaten geben könnte.

Es kann einen kleinen Unterschied ausmachen. Aber grundsätzlich gilt: Die Positionen der beiden Kandidaten sind bekannt. Neue Argumente kommen nicht mehr.

Wer hätte gegen McCain die grössere Chance – Clinton oder Obama?

Clinton. Vor allem, wenn sich die Rezession verstärken sollte. Dann setzen die Amerikaner noch viel mehr auf die erfahrene Politikerin.

Sind die US-Bürger heute überhaupt bereit für einen schwarzen Präsidenten oder eine Präsidentin?

Ich glaube, beide Varianten sind jetzt akzeptiert. Da hat Amerika einen grossen Schritt nach vorne gemacht.

fis

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