Aktualisiert 04.04.2009 18:29

Selbstmordattentäter

US-Drohne tötet 13 Pakistani

Im Nordwesten Pakistans wurden 13 Menschen von einer US-Drohne getötet. Und in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hat ein Selbstmordattentäter acht Grenzschützer mit in den Tod gerissen.

Der Täter hat sich in einer Kaserne in die Luft gesprengt, als die Grenzschützer gerade beim Abendessen sassen. Vier Angehörige der paramilitärischen Truppe wurden verletzt. Die Kaserne liegt in einem Wohnviertel von Islamabad mit zahlreichen Botschaften, für deren Bewachung die Grenzschützer zuständig sind.

US-Drohne tötet 13 Menschen

Zuvor waren in der unruhigen Stammesregion im Nordwesten Pakistans bei einem vermutlich vom US-Militär geführten Raketenangriff 13 Menschen ums Leben gekommen. Ziel des Angriffs mit einer Drohne sei das Versteck eines regionalen Talibanführers in der Grenzregion zu Afghanistan gewesen, sagte ein Sprecher der pakistanischen Sicherheitskräfte.

Unter den Opfern seien auch mehrere «ausländische» El-Kaida-Terroristen gewesen, womit in Pakistan meist Kämpfer aus arabischen Staaten oder Zentralasien gemeint sind. Ein Stammesführer sagte dagegen, unter den Opfern seien mindestens drei Frauen und vier Kinder gewesen.

Die Stammesgebiete gelten als Rückzugsraum von Taliban-Kämpfern und Al-Kaida-Terroristen. In den vergangenen Monaten hatten US- Streitkräfte Dutzende Luftschläge gegen Extremisten-Verstecke auf pakistanischem Staatsgebiet geführt. Meist kommen dabei Drohnen - unbemannte Flugzeuge - zum Einsatz.

Auf Marktplatz explodiert

Unterdessen starben bei der Abwehr eines Selbstmordanschlags auf einen Militärkonvoi 17 Zivilisten. Nach Angaben des pakistanischen Militärs hatte der Selbstmordattentäter in der nordwestlichen Stammesregion versucht, einen Militärkonvoi anzugreifen.

Soldaten hätten das Feuer auf den verfolgenden Wagen eröffnet, der dann mitten auf einem Marktplatz explodierte. Unter den Toten waren nach Medienberichten auch fünf Schulkinder. (sda)

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