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JemenUS-Drohnen töten die Nummer 2 der al-Qaida

Der Top-Terrorist Nasser al-Wahishi soll bei einem Angriff im Jemen ums Leben gekommen sein. Der Vertraute Bin Ladens habe einen der «Charlie-Hebdo»-Attentäter ausgebildet.

von
chk/dapd
Lokale Medien berichten von seinem Tod: Nasser al-Wahishi. (Archivbild)

Lokale Medien berichten von seinem Tod: Nasser al-Wahishi. (Archivbild)

Die Nummer zwei des Extremistennetzwerks al-Qaida ist im Jemen getötet worden. Nasser al-Wahishi – Chef des Ablegers al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) – sei am Freitag bei einem Drohnenangriff in Mukalla ums Leben gekommen.

Dies erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Montag aus örtlichen Quellen, die al-Qaida nahestehen. Örtliche Medien berichteten ebenfalls vom Tod des Stellvertreters von al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri. Das US-Militär äusserte sich nicht dazu. Auch al-Qaida gab zunächst keine Stellungnahme ab. Al-Wahishi stand auf der US-Liste der meistgesuchten Terroristen.

Die USA prüfen Geheimdienstmitarbeitern zufolge Berichte über die Tötung des zweitmächtigsten Mannes des Terrornetzwerks al-Qaida. Arabische Medien sowie Extremisten auf Twitter berichteten, dass al-Wahishi bei dem Angriff getötet worden sei.

al-Wahishis AQAP soll Charlie Hebdo-Attentäter ausgebildet haben

Die Geheimdienstmitarbeiter sagten der Nachrichtenagentur AP, dass sie dieser Möglichkeit nachgingen. Die Rolle der CIA wollten sie zunächst nicht kommentieren.

Seit Jahren terrorisiert der Terrorableger AQAP auch den Jemen. Dessen Anführer al-Wahishi, genannt Abu Bashir, war über Jahre in Afghanistan ein Vertrauter Bin Ladens. Heute betreibt AQAP Terrorlager im Jemen – wo einer der Attentäter auf die Pariser Redaktion von «Charlie Hebdo» eine Kampfausbildung erhalten haben soll. (chk/dapd/sda/dapd)

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