14.02.2015 14:16

Antarktis

US-Eisbrecher befreit festsitzendes Fischerboot

Drei Tage lang sitzt ein australisches Fischerboot im Eis der Antarktis fest. Ein US-Eisbrecher kann es schliesslich befreien.

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Das australische Fischerboot war am Mittwoch, 11. Februar, im Eis steckengeblieben. Es war manövrierunfähig, weil dabei drei seiner vier Schiffsschrauben beschädigt worden waren.

Das australische Fischerboot war am Mittwoch, 11. Februar, im Eis steckengeblieben. Es war manövrierunfähig, weil dabei drei seiner vier Schiffsschrauben beschädigt worden waren.

Keystone/AP/Uncredited
Die 63 Meter lange «Antarctic Chieftain» lag rund 900 nautische Meilen (etwa 1700 Kilometer)nordöstlich vor dem McMurdo-Sund fest.

Die 63 Meter lange «Antarctic Chieftain» lag rund 900 nautische Meilen (etwa 1700 Kilometer)nordöstlich vor dem McMurdo-Sund fest.

Keystone/AP
Ein Eisbrecher der US-Küstenwache hat am Samstag ein drei Tage nahe der Antarktis festsitzendes Fischerboot mit 26 Menschen an Bord befreit.

Ein Eisbrecher der US-Küstenwache hat am Samstag ein drei Tage nahe der Antarktis festsitzendes Fischerboot mit 26 Menschen an Bord befreit.

Keystone/AP

Ein Eisbrecher der US-Küstenwache hat am Samstag ein drei Tage nahe der Antarktis festsitzendes Fischerboot mit 26 Menschen an Bord befreit. Die «Antarctic Chieftain» solle nun aus den Eisfeldern geschleppt werden, teilten die Behörden mit. Am Montag werde das neuseeländische Fischerboot «Janas» in der Gegend erwartet, das das havarierte Schiff dann entweder in den nächsten Hafen begleiten oder ziehen solle.

Das australische Fischerboot war am Mittwoch im Eis steckengeblieben. Es war manövrierunfähig, weil dabei drei seiner vier Schiffsschrauben beschädigt worden waren.

Eisberge erschwerten Bergung

Der Eisbrecher «Polar Star» hatte die «Antarctic Chieftain» am Samstag erreicht und das Eis rund um das Schiff aufgebrochen. Danach wurde ein unbemanntes, ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug ins Wasser gelassen, um die Schäden an den Schiffsschrauben zu begutachten. Die Küstenwache ermittelte, dass diese zu stark beschädigt waren, so dass sich das Schiff nicht aus eigener Kraft hätte befreien können, wie das neuseeländische Zentrum für die Koordinierung von Rettungsaktionen mitteilte.

Der kommandierende Offizier des Eisbrechers, Matthew Walker, sagte, die Bedingungen seien wegen der grossen Eisberge und des vielen Schnees anspruchsvoller als erwartet. Der Eisbrecher war mehrere hundert nautische Seemeilen zu dem havarierten Schiff gefahren.

26 Personen an Bord

Mike Hill, Manager des neuseeländischer Zentrums für die Koordinierung von Rettungsaktionen, sagte, der Schiffskörper sei nicht beschädigt worden. Die Mannschaft sei gut mit Proviant ausgestattet. Es drohe ihr keine unmittelbare Gefahr. Die Behörden hatten zunächst von 27 Menschen an Bord berichtet und die Zahl dann auf 26 berichtigt.

Die 63 Meter lange «Antarctic Chieftain» lag rund 900 nautische Meilen (etwa 1700 Kilometer)nordöstlich vor dem McMurdo-Sund fest. Es hat eine Lizenz dafür, den Riesen-Antarktisdorsch zu fangen, der in Nordamerika als Delikatesse gilt. (sda)

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